Organisation

Den speziellen Rahmenbedingungen der Gesamtschule Bockmühle trägt die Schule in ihrer Organisationsform Rechnung. Unterschiedliche Leistungsfähigkeit und unterschiedlich ausgeprägte soziale Kompetenzen sowie unterschiedliche ethnische Hintergründe bedingen eine ebenso spezielle Organisation von Unterricht und Ganztag.

Die Zusammensetzung der Klassen des jeweiligen 5. Jahrganges erfolgt aufgrund unterschiedlicher Kriterien mit dem Ziel einer möglichst heterogenen Lerngruppe.

 

Ganztag

Die Gesamtschule Bockmühle wird als Ganztagsschule geführt. Das heißt, neben dem Unterricht gibt es verbindliche und freiwillige Angebote in den Bereichen Hausaufgabenhilfe, Projektbetreuung, Arbeitsgemeinschaften, betreute Freizeit- und Pausenaktivitäten wie zum Beispiel die Bastelangebote der Eltern und die wöchentliche Disco, die mit dem Unterricht zusammen eine ganztägige Betreuung (8.00 bis 16.00 Uhr) der Kinder und Jugendlichen an den Tagen Montag und Mittwoch bis Freitag beinhalten. (Der Dienstagnachmittag wird wegen regelmäßiger Konferenzen von Unterricht und anderen Angeboten weitgehend freigehalten.)

          
Arbeitsgemeinschaften

Ein weiterer Bereich, in dem Schülerinnen und Schüler Neigungsthemen wählen, ist der AG-Bereich (Bereich der Arbeitsgemeinschaften). Im 5. und 6. Jahrgang besteht AG-Pflicht. Schülerinnen und Schüler müssen sich einer Arbeitsgemeinschaft zuordnen und teilnehmen. Das Angebot reicht vom Sport über den musischen zum handwerklichen Bereich.

Ab Klasse 7 ist die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften freiwillig; das weitgestreute Angebot konzentriert sich auf die Leistungsarbeitsgemeinschaften: Im Sport sind dies in der Regel die Schulmannschaften, im Bereich von Musik, Kunst und Theater die verschiedenen kulturschaffenden Gruppen.

Das breite Angebot von Arbeitsgemeinschaften und auch offenen Angeboten in den Mittagspausen basiert nicht unwesentlich auf der Mitarbeit von Eltern (Bastelangeboten, Mütterkreis, Sanitätsdienst) und anderen Kooperationspartnern (Jugendamt, Essener Sportjugend, DRK, etc.).

          
Arbeitsstunden-Fördermodell

Die unterschiedlichen Vorerfahrungen und die damit verbundenen Fähigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen mitbringen, müssen in den weiterführenden Schulen angeglichen werden.

An der Gesamtschule Bockmühle konkretisiert sich dieses Vorhaben für die Klassen 5 und 6 in einem eigenen Arbeitsstundenmodell. Ausgehend von der Erkenntnis, dass viele Schülerinnen und Schüler zunächst weiter schulfähig gemacht werden müssen, wird Sorge getragen, dass zum Beispiel Kinder den Arbeitstag Schule mit einem Frühstück beginnen, ohne das ein konzentriertes Arbeiten gar nicht möglich ist, dass Unterrichtsmaterialien vorhanden sind, dass keine Arbeit ohne Planung funktioniert, dass Rücksicht auf andere ebenso notwendig ist wie Kooperation mit anderen oft hilfreich und einfacher ist. Um diese Verfahren anzulegen, zu festigen, zu ritualisieren und zu sichern beginnt jeder Schultag im 5. Jahrgang mit einer Arbeitsstunde, die die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer bzw. deren oder dessen Vertretung betreut. Nach Möglichkeit wird diese Arbeit durch eine Sozialpädagogin, einen Sozialpädagogen oder die Schulpsychologin ergänzt.

Den Schülerinnen und Schülern ab dem 8. Jahrgang bietet die Schule neben den noch verbindlichen Arbeitsstunden die Möglichkeit, im "Arbeitstreff" Aufgaben zu erledigen und dabei die Hilfe von Fachlehrern in Anspruch zu nehmen. Schülerinnen und Schüler, die trotz der Förderangebote noch Schwierigkeiten haben, ihre Hausaufgabentätigkeit selbst zu organisieren, werden verpflichtet, an Silentien teilzunehmen, wo unter Aufsicht gezielt Aufgaben nachgeholt werden müssen.

Am Ende der Ausbildung der Sekundarstufe I sollen selbständig und eigenverantwortlich lernende Schülerinnen und Schüler stehen.

          
Praktika

Für alle Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 9 vermittelt die Gesamtschule Bockmühle in enger Kooperation mit der ortsansässigen Wirtschaft und Industrie ein- und mehrtägige Betriebspraktika. Schwerpunkte bilden das dreiwöchige Betriebspraktikum im 9. Jahrgang, das in den drei Wochen nach den Osterferien durchgeführt wird, und das zweiwöchige Betriebspraktikum im 11. Jahrgang, dessen Terminierung in Absprache mit dem Pädagogischen Beirat auf Stadtebene koordiniert wird.

Im Rahmen des Schulverbundes der Europaschulen Essen und in Kooperation mit der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft bietet die Schule einzelnen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eines vollfinanzierten mehrwöchigen Auslandspraktikums.

Berufswahlvorbereitend gibt es für einzelne Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrganges Betriebspraktika.