Schulpartnerschaften

Begegnungen bieten die Chance, miteinander zu reden statt übereinander, eigene Eindrücke zu gewinnen statt nach bloßem Hörensagen zu urteilen, Fähigkeit und Bereitschaft zu entwickeln, sich auf Neues einzulassen.

Das Europa, das sich um uns und mit uns entwickelt, ist nicht nur ein Urlaubseuropa, in dem man überall mal gewesen sein muss; es ist auch ein Arbeitseuropa, in dem konkurriert wird, zusammengearbeitet wird, in dem Freizügigkeit herrscht, in dem Wohnung und Arbeitsplatz nicht mehr nur im nationalen Bereich zu suchen und zu nehmen sind.

An der Schule ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen, wie Klassenfahrten als Orte gruppendynamischer Prozesse, Gemeinschaftsunternehmungen und Begegnungen konzeptionell verbunden werden können.

 

Essener Schulen für Europa

1996 hat sich die Gesamtschule Bockmühle unter Federführung der EWG (Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) mit zehn weiteren Schulen in Essen und Mülheim an der Ruhr zu einem Förderverein "Europa-Schulen in Essen e.V." zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel der Schulen ist ein Europa-orientiertes Schulprofil. Vertreter der Wirtschaft fragen zunehmend nach international einsetzbaren Arbeitskräften. Diesem Anforderungsprofil arbeiten die Essener Schulen für Europa zu, indem
> die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt genutzt werden
> in erweitertem Umfang Fremdsprachenlernen ermöglicht wird
> Partnerschaftsbegegnungen mit anderen europäischen Schulen stattfinden
> mehrwöchige betriebliche Praktika im Ausland absolviert werden.

 

Tuchomie in Polen

Die Gesamtschule Bockmühle pflegt eine Schulpartnerschaft mit der Szkola Podstawowa in Polen. Die Begegnungsmaßnahmen werden deutscherseits getragen vom "SchülerBetrieb", der in Tuchomie im Rahmen eines "Montageeinsatzes" das dortige internationale Feriencamp mitbaut, und von Klassen des 6. oder 7. Jahrganges, die während der polnischen Sommerferien nach Polen reisen. Gegenbesuche aus Polen erfolgen im Frühjahr. Die Unterbringung der polnischen Gäste erfolgt mit Ausnahme des Wochenendes in der Schule. Die Verpflegung sichert dort die Schülerfirma "Das Lokal".

Dublin in Irland

In Zusammenarbeit mit der Jugendakademie Walberberg führt die Gesamtschule Bockmühle Begegnungsaktivitäten mit Jugendlichen aus Irland durch. Diese Partnerschaft ist dem 10. Jahrgang zugeordnet. In Anwendung des erlernten "Schulenglisch" dienen die Begegnungen dem Kennenlernen gleichaltriger Jugendlicher und ihrer Situation, dem Erkunden der jeweiligen Besonderheiten der Kultur und des Landes. Darüber hinaus sind die Zukunftsperspektiven irischer und deutscher Jugendlicher Thema dieses EU-geförderten Projektes "Jugend für Europa".

 

Yalova in der Türkei

Der Anteil türkischer Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschule Bockmühle ist hoch. Die Bemühungen der Schule, diese Schülerinnen und Schüler zu integrieren sind nachweislich erfolgreich. Die im Zusammenhang mit dem Schüleraustausch geknüpften Kontakte zwischen deutschen und türkischen Gastfamilien führen ebenso zusammen wie gemeinsam gestaltete Feiern.

Trotz des schweren Erdbebens im August 1999, bei dem in Yalova über 6000 Menschen starben und das große Teile Yalovas zerstörte, hält die Gesamtschule Bockmühle an der Partnerschaft fest. Neben der materiellen Hilfe, die die Schulgemeinde der Gesamtschule Bockmühle leisten konnte, demonstriert die Schule in weiteren Begegnungs- und Austauschmaßnahmen Beharrlichkeit und Verlässlichkeit.

 

Tampere in Finnland

Seit 1996 besteht eine enger werdende Kooperation und Partnerschaft zum Gymnasium Samon Lukio in Tampere. In einem Zwei-Jahre-Rhythmus finden Besuche und Gegenbesuche statt. In gemeinsamen Unterrichtsprojekten, im Rahmen der Unterbringung in Familien, in gemeinsamen Veranstaltungen während der Begegnungen sollen europäische Nachbarn erlebt werden. Positive Rückmeldungen nach Kontakten und Begegnungen bestätigen beide Seiten.