„Weißrussland ist ein eigenes Land“ - Europakurs des 10. Jahrgangs erfolgreich bei "Europa macht Schule"

 

Weißrussland? Gehört das denn nicht zu Russland? Die haben doch diesen Diktator, oder? Jedenfalls liegt das ziemlich weit im Osten.

So, oder so ähnlich, reagieren wohl die meisten Menschen, wenn sie auf das osteuropäische Land angesprochen werden. Und unserem 10er Europakurs ging es zunächst nicht anders.

 

 

Doch das sollte sich bald ändern, denn der Kurslehrer, Herr Tilke, hatte seine Schülerinnen und Schülern für „Europa macht Schule“ angemeldet.

„Europa macht Schule“ ist ein bundesweit durchgeführtes Programm, das unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Gaststudierende aus ganz Europa sind eingeladen, eine deutsche Schulklasse zu besuchen. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestalten sie dort ein Projekt über ihr Heimatland. Als junge Botschafter ihres Landes stellen sie kulturelle, geschichtliche, gesellschaftliche oder politische Besonderheiten ihrer Heimat vor.

 

 

Tja, und so kam unser Europakurs zu einer ganz besonders charmanten Botschafterin ihres Landes.

Die 21-jährige Studentin Darya Kitun aus Minsk, der Hauptstadt von Belarus, die zurzeit an der Ruhr-Universität Bochum studiert, begeisterte die Schülerinnen und Schüler von Anfang an durch ihre sympathische, herzliche und offene Art, mit der sie ihre Heimat präsentierte.

 

 

An vier aufeinander folgenden Donnerstagen entwickelte Darya mit unseren 10ern ein abwechslungsreiches und informatives Projekt unter dem Motto „Weißrussland ist ein eigenes Land“.

Dabei vermittelte sie vielfältige und höchst interessante Einblicke in die weißrussische Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur. Es gab Gruppenarbeiten, Power-Point-Präsentationen und Diskussionen zu den unterschiedlichsten Aspekten – von Lukaschenko bis zur Moorlandschaft, vom Verhältnis zu Russland bis zum Nightlife in Minsk, vom RapMusiker bis zum Wisent. Das Ganze „garnierte“ Darya mit Videoclips, Ansichtskarten, Geldscheinen, Bonbons und Kuchen aus Weißrussland.

 

 

Die Ergebnisse unseres Weißrussland-Projekts und auch die Ergebnisse der an den anderen Schulen durchgeführten Projekte wurden am 6. Mai 2013 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Grashof-Gymnasium präsentiert.

Es war interessant zu sehen, welche Projekte europäische Studentinnen und Studenten an den anderen beteiligten Schulen (vier Gymnasien, zwei Grundschulen) realisiert haben. Da ging es u.a. um Sprache und Tradition (Bulgarien), Kricket (England), Pinocchio (Italien), Sehenswürdigkeiten (Italien), Zeichentrickfilme (Frankreich).

 

 

Unterstützt von Darya wurde unser Projekt „Weißrussland ist ein eigenes Land“ von Saskia, Dominik, Haris, Deniz und Johann vorgestellt. Eingebettet in eine Unterrichtsszene und eine Powerpoint-Präsentation erzählten die fünf, was sie über Belarus gelernt haben. Das haben sie richtig gut gemacht.

 

 

Fazit: Unsere Schülerinnen und Schüler des 10er Europakurses haben ein Land kennen gelernt, das ihnen zuvor völlig fremd war. Das war richtig spannend, und das hat viel Spaß gemacht.

 

 

Danke Darya!

 

Helmut Tilke
 

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