Auslandspraktikum in Vietnam

Ann Katrin Kißler, Schülerin des 12. Jahrgangs, erhielt ein Alfried-Krupp-Auslandsstipendium. Vom 17. März bis zum 12. April 2013 arbeitete sie als Betriebspraktikantin in Hanoi, der vietnamesischen Hauptstadt. Ann Katrin berichtet von ihren Erfahrungen.

 

Nachdem ich die Bewerbung und das Bewerbungstraining erfolgreich überstanden hatte und die Zusage von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hatte, bekam ich endlich den Brief, wohin es ging. Ich wusste, dass asiatische Länder wie China und die Philippinen zur Auswahl standen, aber dass die Stiftung mich wirklich nach Vietnam schicken wollte, konnte ich erst gar nicht glauben. Ich musste nicht lange überlegen; ich wusste, die Chance nehme ich an.

 

Meine Mitreisende lernte ich vorher kennen, und am 17.März ging es endlich los. Meine Familie brachte mich zum Düsseldorfer Flughafen. Von da aus ging es über Abu Dhabi nach Bangkok und dann endlich nach Hanoi, Vietnam.
Nach über einem Tag in Flugzeugen und an Flughäfen wurden wir in Hanoi von Mr Tan abgeholt und trafen uns mit Herrn Teumer, unserem deutschen Betreuer vor Ort. Unser Praktikum absolvierten wir bei TYM, einem Mikrofinanzunternehmen, das von der Sparkasse Essen unterstützt wird. Von dieser Art von Bank bekommen Menschen, die nicht so viel Einkommen haben, kleine Kredite von ca. 100 €, mit denen sie sich ein Unternehmen aufbauen können. Zum Beispiel trafen wir eine Frau, die schon mehrere Kredite bei TYM aufgenommen hat und sich damit ihr Brautmodengeschäft aufgebaut hat.

 

In den 4 Wochen, die ich in Vietnam verbringen durfte, lernte ich viele tolle Leute kennen. Wir unternahmen viel privat mit Phoung. Sie brachte uns die vietnamesische Kultur noch näher. Ich habe nach meiner Reise oft zu Freunden und Bekannten gesagt, dass ich stolz bin, Vietnam auf so eine ganz andere Art und Weise kennen gelernt zu haben, anders als es ein Tourist getan hätte.

 

An unseren freien Wochenenden reisten wir im Norden Vietnams herum. Wir besichtigten die Halong Bucht, in der fast 2000 Felsen aus dem Meer herausragen, und Sapa, die Berge Vietnams. Aber auch in der Hauptstadt konnte man viel sehen. Das Wasserpuppentheater zum Beispiel erzählt die vietnamesische Geschichte auf faszinierende Art und Weise. Aufregend genug war es aber auch durch die Straßen zu laufen; an jeder Ecke sah man etwas Anderes, Besonderes.
Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit, und ich empfehle jedem sich nächstes Jahr für das Stipendium zu bewerben.

 

Diese Erfahrungen, die man dort sammeln kann, sind wirklich einmalig. Man vergisst sie sein Leben lang nicht mehr, egal ob man in Europa bleibt oder einen Praktikumsplatz in Asien bekommt.

 

Ann Kathrin Kißler

 

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