Teamsprecher/innen haben wichtige Leitungsaufgaben in einer Teamschule!

 Eine Qualifizierung für die Teamsprecher/innen der GE Bockmühle am 4.-5.Oktober 2013

  
Da die Unterrichts- und Schulentwicklung  von den Lehrern/innen selbst getragen werden muss und der unterrichtliche und pädagogische Austausch in den Klassen- und Jahrgangsteams erfolgt und dort die Praxis im Unterricht und den Klassen besprochen und geplant wird, sind die Teams an unserer Schule der Ort, an dem sich entscheidet, ob für die erweiterten Anforderungen  machbare Lösungen entwickelt und verankert werden können. Unsere Schule entwickelt sich so gut, wie es die Teams tun.
  
Die Teamsprecher/innen haben die wichtige Aufgabe, diese Arbeit in den Teams so zu gestalten, dass sie erfolgreich und effizient wird und alle Kollegen/innen gut einbezieht. Gleichzeitig setzt sich die Hälfte von ihnen in der Teamsprecher/innen-Konferenz zusammen, um dort die Vernetzung der Entwicklungsarbeit zwischen den Jahrgängen herzustellen und zusammen mit der Schulleitung, dem Didaktischen Ausschuss und der Schulkonferenz die Schule voranzubringen.
Diese anspruchsvolle Arbeit der Teamsprecher/innen erfordert Kompetenzen, die sich nicht automatisch aus der Lehrerrolle ergeben. Deswegen ist der Schulleitung und der Teamsprecher/innen-Konferenz daran gelegen, die Teamsprecher/innen als wichtige Träger der Unterrichts- und Schulentwicklung für ihre Aufgaben zu qualifizieren.
  
Am 04.Oktober 2013 trafen deshalb nachmittags alle 4 Sprecher/innen jedes Jahrgangsteams im Tagungshotel „Franz“ ein, um  dort von einem Moderator und einer Moderatorin der „context GbR“ aus Köln empfangen und in das Tagungsprogramm eingeführt zu werden.  Als Ziele wurden vereinbart, dass die Teilnehmer/innen im Verlauf der Tagung größere Klarheit über ihre Rolle im Gesamtsystem der Schule und eine zufriedenere Haltung dieser Rolle gegenüber gewinnen könnten und für die mit dieser Rolle beschriebenen Aufgaben qualifiziert würden.
  
Nach einer Einstimmung zu den inidviduellen Gefühlen und Erfahrungen bezüglich der Situation im eigenen Team, die mit einem „Line up“ gestaltet wurde, bei dem zu verschiedenen Fragen sich die Teilnehmer/innen auf einer Skala im Raum positionieren sollten, beschäftigte sich jedes Jahrgangsteam mit der Sicht der eigenen Arbeit und ihrer Stellung in der Schule bzw. ihrer Verbindung zu anderen Gremien, indem es dazu ein  Bild auf ein Plakat zeichnete.
Im Austausch darüber wurde im Team identifiziert, was schon gut läuft, wo Schwierigkeiten festzustellen sind und welche Ressourcen noch mehr ausgeschöpft werden könnten. Im Anschluss  wurde darüber mit allen Teilnehmer/innen diskutiert.
Da in jedem Team ein/e Teamsprecher/in das Team in der Teamsprecher/innen-Konferenz nach außen vertritt und die/der andere mehr die Arbeit nach innen leitet, bot es sich an,  Arbeitskreise zu bilden, die aus der Sicht der Innen- und Außensprecher/innen, aber auch aus der der Teammitglieder klären konnten, welche Aufgaben, Entscheidungs- und Verantwortungsbereiche und Kommunikationsbeziehungen sinnvoll und notwendig seien und ggf. geteilt werden könnten.
Nach einem sehr lebendigen Nachmittag und Abend traf man sich am Büffet zum Abendessen und konnte in einen gemütlichen und gesprächsintensiven Abend hineingleiten.
Da viele Teilnehmer/innen im Hotel übernachteten,  sahen sie sich am Samstagmorgen schon beim Frühstück wieder. Nach einem auch die letzten müden Geister wach machenden Gruppenspiel wurden die Ergebnisse der genannten drei Arbeitskreise vorgestellt.
  
Nach einem kurzen Vortrag über die Zielhierarchien von Leitzielen bis  hinunter zu konkreten Maßnahmen bekamen die drei Gruppen den Auftrag, möglichst konkrete maßnahmenorientierte Ziele zu formulieren. Trotz intensiver Beratung der Gruppen durch die Moderation wurde deutlich, wie ungewohnt eine ganz genaue Zielformulierung ist, die aber garantiert, dass klare Umsetzungsmaßnahmen ergriffen werden können, jede/r weiß, was genau beabsichtigt ist, und nach einer vereinbarten Zeit überprüft werden kann, ob und inwieweit die Ziele erreicht werden konnten.
  
Abschließend wurden noch einmal einige Aktionsbereiche herausgegriffen;  mit Hilfe der Methode „World Café“  konnten die Teilnehmer/innen sich frei zwischen Tischen bewegen, auf denen zu Aufgabenfeldern der Teamsprecher/innen wie Aufgabenverteilung, Dokumentation, Moderation unter Einbeziehung aller und Gestaltung der Teamsitzungen Ideen eingebracht und aufgeschrieben werden konnten, die dann in einem Galeriegang von allen noch einmal gesichtet wurden.
Damit die Erkenntnisse der Tagung auch in die Praxis der nächsten Zeit einfließen konnten, wurden Verantwortlichkeiten personell und terminlich genau geklärt und dokumentiert.
Das Feedback am Ende der 1 ½ Tage ergab, dass alle Teilnehmer/innen  sowohl die Moderation und die Inhalte sehr positiv erlebt hatten und auch vom Tagungsort äußerst angetan waren. Auch durch diese Investition wurde deutlich, wie wichtig der Schule und ihrer Leitung die Arbeit ihrer Teams und ihrer Sprecher/innen ist. 
  
Besonders dankbar ist unsere Schule, dass  sie bei ihrer Unterrichts- und Schulentwicklung  im Bereich der interkulturellen und inklusiven Bildung  von der RAA und damit auch von der Stadt Essen finanziell unterstützt wird, was eine solche Qualifizierung erst ermöglicht hat.
  
Jürgen Friedrich, 17.10.2013 

 

 
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