Gesamtschule Bockmühle mit verändertem pädagogischen Konzept

Logbuch

Frischer Wind im Klassenraum

 

Wer in diesem Schuljahr als Erwachsener in einen Klassenraum des 5. oder 6. Jahrgangs der Gesamtschule Bockmühle schaut, mag sich verwundert die Augen reiben.

 

Mit Schule von früher hat das nichts mehr zu tun: Die Tische stehen am Rand und die Schülerinnen und Schüler arbeiten in der Selbstlernzeit an selbstgewählten Aufgaben. Die Lehrerinnen und Lehrer stehen nicht an der Tafel und erklären der ganzen Klasse einen Sachverhalt – sie sind da, wo sie gerade gebraucht werden.

 

Die Schüler planen am Beginn eines Schultages, welche Ziele sie in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch erreichen wollen. Was sie geschafft haben – oder auch nicht – wird gemeinsam mit den Lehrern besprochen. So können die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen und gezielt an den eigenen Stärken und Schwächen arbeiten.

 

Auch in den „Nebenfächern“ hat sich viel getan. Projektunterricht heißt das Fach, in dem z.B. Gesellschaftslehre, Kunst und Naturwissenschaften unterrichtet werden. Ein Leitfach bestimmt das Projektthema und die gemeinsame Einführung, später können die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte setzen und aus ihren Fragen ihr Unterrichtsthema machen. Ein Projekt endet immer mit gemeinsamen Präsentationen.

 

Das Kollegium der Gesamtschule Bockmühle hat sich für diesen Wandel entschieden, weil wir überzeugt sind, so mit der großen Unterschiedlichkeit unserer Schüler am besten umgehen zu können. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit erfolgreich seien werden. Um dies gesichert zu wissen, werden uns Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen auf die Finger schauen und unsere Unterrichtsentwickung begleiten.

 

R. Stein