23.Deutsch-Polnische Jugendbegegnung in Tuchomie

 

Ende Mai/Anfang Juni fand wieder eine Deutsch-Polnische Jugendbegegnung unseres 7.Jahrgangs in Tuchomie in Polen statt. Hier die Berichte einiger Schülerinnen und Schüler dazu:

 

Sonntag, 28.5.

Abfahrt 14.30 Uhr. Am Sonntag stiegen wir in den Bus ein und fuhren ab. Am Anfang war es noch spannend, aber dann wurde es langweilig. Es gab einige Zwischenstopps in Dortmund, Bielefeld und Hannover. Nachts schliefen wir im Bus. Nach 15 Stunden kamen wir an und alle waren froh.

 

Montag, 29.5.

Endlich da!! Um 6.30 Uhr kamen wir in Tuchomie an. Sofort packten wir unsere Sachen aus. Die Mädchen hatten ein großes Zimmer gegenüber der Schulmensa. Die Jungs schliefen im Gymnastikraum in der Sporthalle. Um 9.00 Uhr war Frühstück. Nach einigen Kennlern- und Sportspielen in der Sporthalle der Schule fuhren wir nach Bytów (Bütow). Wir besichtigten die Ritterburg. Nachmittags durften wir eine Stunde in der Stadt herumlaufen und etwas einkaufen. Vorher waren wir beim Kantor und wechselten unsere Euros in Złoty. Als wir wieder in Tuchomie waren, besichtigten wir ein Rittermuseum. Wir waren schon sehr müde und konnten der Führung nicht mehr so richtig folgen. Besser war dann das Bogenschießen. Ein polnischer Geschichtslehrer zeigte uns, wie das geht und wir durften das Bogenschießen auch selbst versuchen. Zum Abendessen wurde gegrillt. Später gingen wir noch einmal in Tuchomie einkaufen. Danach spielten wir noch Fußball oder Basketball in der Sporthalle der Schule.

 

Dienstag, 30.5.

Am zweiten Tag mussten wir sehr früh aufstehen, denn wir brachen schon bald nach Gdańsk/Danzig auf. Noch im Halbschlaf fuhren wir dorthin. Nach einer ca. zwei Stunden langen Fahrt kamen wir dann schließlich an. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe machte erst einmal eine Stadtführung durch die Altstadt von Danzig, die andere Gruppe konnte zuerst einen „Questroom“ besuchen, also einen Raum, aus welchem man sich mit vielen Hinweisen selbst befreien muss. Nach einer Stunde wurde dann gewechselt. Am Ende des Tages waren wir dann todmüde und froh wieder in der Schule in unseren kuscheligen Betten zu sein.

 

Mittwoch, 31.5.

Nach zwei anstrengenden Tagen waren wir froh, dass wir am Mittwoch etwas weniger Programm hatten. Wir fuhren mit dem Schulbus zu dem Feriendorf „Przystanek Alaska“. Dort waren wir zwei Tage mit unseren Partnerschülern zusammen. Dort übernachteten wir in Blockhütten. Manche ekelten sich vor dem Ungeziefer in den Hütten, anderen machte es aber gar nichts aus. Am ersten Tag unternahmen wir eine Wanderung nach Ciemno. Danach hatten wir ein Gruppenmitglied mehr: es war uns nämlich ein Hund aus dem Dorf zugelaufen. Frühstück, Mittag- und Abendessen gab es im Freien. Wir hatten viel Spaß mit den polnischen Schülern, spielten Fußball, Volleyball, Tischtennis oder chillten gemeinsam. Und endlich hatten wir wieder W-LAN…

 

Donnerstag, 1.6.

Am Donnerstag gingen wir direkt nach dem Frühstück an den Kamieniczno-See. Das ist nicht weit von dem Blockhüttendorf Przystanek Alaska. Als wir dort ankamen, ging auch sofort das Kanufahren los. Zwei Jungs fielen dabei ins Wasser, was aber nicht schlimm war, da wir alle schwimmen können und auch Schwimmwesten trugen. Wer nicht Kajak fuhr, spielte Frisbee, Basketball oder Fußball. Die polnischen Lehrerinnen und Lehrer machten für uns ein Lagerfeuer. Wir gingen von dort zwei Kilometer in das Dorf Ciemno und kauften etwas ein. Später machten wir noch eine Nachtwanderung mit Lernstationen, die die Feuerwehr von Tuchomie für uns organisiert hatte. Wir lernten beispielsweise wie man im Notfall Erste Hilfe leistet.

 

Freitag, 2.6.

Nach einer kalten Nacht in den Blockhütten war Freitagmorgen unser Aufenthalt in der Przystanek Alaska schon wieder zu Ende. Kaum in der Schule angekommen, wartete auch schon das nächste Highlight auf uns: ein Besuch in dem Einkaufszentrum Jantar in Słupsk, ca. 60 Kilometer und eine Stunde Fahrt von der Schule entfernt. Da wir schon am Dienstag grob sehen konnten, welche Läden es in Polen gibt, fuhren wir mit Vorfreude dorthin. Die Fahrt ging sehr schnell um und somit blieb uns auch nicht viel davon in Erinnerung. Als wir ankamen, verteilten wir uns in kleine Gruppen und rannten förmlich in die verschiedenen Läden. Uns blieb leider nicht viel Zeit, weil ein Mitschüler einen Arzttermin hatte. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht und die Leute waren sehr freundlich.

Am Abend hatten wir Zeit um uns für die Disko fertig zu machen. Wir wurden schon von lauter Musik und verschiedenen Lichtern in der Schulmensa empfangen. Am Anfang waren die meisten noch verklemmt, aber mit der Zeit wurden alle lockerer und jeder tanzte fast mit jedem. Alle hatten viel Spaß und jeder war traurig, als es vorbei war. Auch die Beziehung zu den polnischen Schülerinnen und Schüler wurde stärker, lockerer und inniger.

 

Samstag, 3.6.

Am Samstag fuhren wir zu den Wanderdünen (pl. Wydme ruchome) in Łeba. Das ist ungefähr 100 Kilometer von unserer Partnerschule entfernt. Zunächst liefen wir 6 Kilometer durch einen Dünenwald und mussten dann eine ca. 40 Meter hohe steile Düne hochlaufen. Zum Glück machten wir das barfuß und so war es sogar sehr angenehm. Dann liefen wir weiter durch die Dünen zur Ostsee, wo wir 40 Minuten zum Schwimmen hatten. Allerdings traute sich kaum einer ins Wasser: es war einfach zu kalt. Hinterher machten wir eine 2 Kilometer lange Strandwanderung und liefen noch einmal 1 Kilometer durch den Dünenwald. Dort stiegen wir dann in rote Elektroautos (pl. Melex) und fuhren zu unserem Bus. Vorher konnten wir uns aber noch Waffeln, Popcorn, ein Eis, Chips oder andere Süßigkeiten kaufen. Insgesamt war der Tag sehr spannend und hat viel Spaß gemacht.

 

Sonntag, 4.6.2017

Unser letzter Tag in Polen! Der Himmel über Tuchomie weinte deswegen, es regnete fast den ganzen Tag. Um 11.30 Uhr fuhren wir zu einem Bauernhof in Modrzejewo. Als wir ankamen, bastelten wir zunächst Grußkarten für unsere Eltern, Familie oder Bekannten. Dann teilten wir uns in drei Gruppen auf. Jede Gruppe durfte reihum reiten, Piroggen machen oder Glasbilder als Andenken malen. Später aßen wir dann die Piroggen. Um 14.30 Uhr fuhren wir zur Schule zurück. Wir packten alle unsere Sachen zusammen. Danach gab es noch die Verabschiedung. Einige Schüler von uns hielten eine Abschiedsrede und der Schulleiter unserer Partnerschule auch. Danach brachten wir unser Gepäck zum Bus und verabschiedeten uns von unseren neuen Bekannten in Polen. Alle weinten. Wir waren sehr traurig und wären am liebsten dageblieben. Auch im Bus brauchten wir sehr lange um uns wieder zu beruhigen. Nachts schliefen wir dann. Wir kamen am Pfingstmontag um 10.15 Uhr wieder in Essen an.

 

Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit unseren polnischen Partnerschülern im Oktober!

Herr Maasch

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