Zukunftsvorbereitung einmal anders Was hat die Zähmung eines Elefanten mit der Verwirklichung meiner eigenen Träume zu tun? Eine Stunde zur persönlichen Motivation gibt Antworten und stellt Fragen. Schule kann viel, aber längst nicht alles. Schule kann Wissen vermitteln, das Bewusstsein für die persönlichen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen wecken und durch Praktika und Studientage zur beruflichen Orientierung beitragen. Was aber im Schulalltag zu kurz kommen kann und eigentlich von jedem einzelnen Schüler oder Lehrers selbst abhängt, ist die Stärkung der inneren Motivation des Einzelnen, eines „Tschaka-Ich schaff‘ das“-Gefühls also, das unabhängig von der letzten Mathematiknote sein sollte. Diese Selbstsicherheit ist für junge Menschen besonders wichtig, wenn es darum geht, die sicheren Mauern der Schule zu verlassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Hier setzt ein neues Angebot für Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klasse an. Wir können niemandem die Arbeit abnehmen und eine Impfung gegen Erfolglosigkeit wurde auch noch nicht erfunden. Aber wir möchten gerne eine kleine Stunde zur Reflektion der eigenen Ziele anbieten. Was für die Topmanager dieser Welt ein Wundermittel scheint, kann auch Schülern helfen, ein paar Denkprozesse in Gang zu stoßen. Nichts wird garantiert, aber auf einen Versuch kommt es an. Acht Schülerinnen und Schüler reagierten auf diesen Aushang und so kam es am 22. Dezember zur Premiere an der Bockmühle. In einer Kleingruppe schauten wir, wo persönlichen Grenzen gesehen werden und suchten nach Möglichkeiten, sie zu überwinden. Einem lockeren Einstieg folgte das Elefantengleichnis und jeder musste sich mit folgenden Fragen konfrontieren: Was ist mein großer Traum? Was möchte ich erreichen? Wichtig war aber auch, Grenzen zu hinterfragen: Was hält mich davon ab, meinen Traum zu verwirklichen? Existieren einige der Hindernisse die ich vor mir sehe nur in meinem Kopf? Es wurde nach Schritten gesucht, mit denen man morgen, in der nächsten Woche und im nächsten Monat daran arbeiten kann, seinem Traum ein bisschen näher zu kommen. Bei viel indischer Musik wurde hart gearbeitet: gedanklich. Meist für sich allein, aber euch im Austausch mit einem Partner oder der Gruppe. Am Ende sprach wieder ein kleines Video: davon, dass viele Menschen schon Unglaubliches erreicht haben, da sie ihr Ziel fest im Auge behielten. Wenn sie das geschafft haben, dann auch Menschen wie wir. Ähnliche (Siehe Video unten) finden sich sehr oft im Internet. 90min moderiertes Nachdenken sind nicht für jeden das Richtige und garantieren keinen Durchbruch. Ich persönlich hoffe, dass sie mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet haben, aber auch dazu ermutigen, sich öfter solchen persönlichen Fragen zu stellen. Ein Teilnehmer gab auch ganz offen zu, dass ihn die Stunde nicht angesprochen hat. Doch die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten das alternative Angebot und verließen die Veranstaltung optimistisch. Ob sie ihnen tatsächlich weitergeholfen hat, wird die Zukunft zeigen. Martina Böttcher, 12.1.2010 |

