„Fördern – fordern – unterstützen“ Individuelle Förderung an der Gesamtschule Bockmühle Sollen die Fähigkeiten aller Schüler/innen gut gefördert und Entwicklungsrückstände des Einzelnen rechtzeitig erkannt und angegangen werden, müssen folgende Voraussetzungen geschaffen sein:
Im Team bereiten sich die Kollegen/innen auf die Trainings vor, in denen die Schüler/innen eine bessere Lernhaltung, soziale, arbeitsmethodische und kooperative Kompetenzen erwerben können. In den Schülerteams lernen die Schüler/innen voneinander, übernehmen Verantwortung und motivieren sich zu anspruchsvollen Ergebnissen. Das Kooperative Lernen (nach Norm Green) bietet dafür Verfahren, die wir uns zum Vorbild nehmen. Wer erfolgreich lernen will, muss sich über sich selbst und seine Ziele klar werden. Dieser pädagogische Grundgedanke wird schon seit vielen Jahren an unserer Schule durch Trainings- und Beratungsprogramme, produktive Arbeit und Praktika umgesetzt, in denen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Persönlichkeit und ihr Profil herausbilden und sich auf ihrem beruflichen oder schulischen Ausbildungsweg orientieren können. Jede/r Schüler/in trägt mehr oder weniger große Probleme mit sich, die im Elternhaus, in der Gruppe der Gleichaltrigen oder in der Schule entstanden sind oder einfach Entwicklungskonflikte ausdrücken. Für die persönliche und schulische Entwicklung ist eine rechtzeitige Unterstützung oft sehr wichtig. Hier müssen die Schüler/innen ein offenes Auge und ein offenes Ohr finden. Die Klassenlehrer/innen sind erste Ansprechpartner/innen; Beratungslehrer/innen und die Abteilungsleiter/innen in der Sekundarstufe I und II fühlen sich ebenfalls dafür verantwortlich. Auch der „Pädagogisch-psychologische Dienst“ der Sozialpädagogen/innen unserer Schule und die Schulpsychologin bieten ein qualifizierte Beratungsmöglichkeiten. Kooperationspartner und Paten außerhalb der Schule ergänzen dieses Orientierungs- und Beratungsprogramm. Junge Leute können sich nur dann geistig und seelisch gut entwickeln, wenn sie nicht nur im Unterricht im engeren Sinne, sondern im Sport, im kreativen und produktiven Bereich Entfaltungsmöglichkeiten erhalten. Die breit gefächerte sportliche Erziehung an unserer Schule, die AG-Angebote im technischen, musikalischen, bildnerischen, dramatischen und tänzerischen Bereich bieten auch den Schülern/innen viele Chancen, Begabungen zu entdecken, die diese Möglichkeiten von ihrem Elternhaus nicht geboten bekommen können. In den Schülerfirmen und den Praktika, durch Gespräche mit den „Paten für Beruf“, durch „Kompetenzchecks“ können Schüler/innen sich in ihren berufspraktischen Begabungen entdecken und Fähigkeiten erwerben, die für ihre weiteren beruflichen Pläne und Chancen sehr nützlich sind. Sie erhalten hier Perspektiven, die sich wieder positiv auf die schulische Lernhaltung auswirken können. Es wird also deutlich: Fördern ist also hauptsächlich kein ausgelagertes Trainings- oder Aufholprogramm, sondern Teil jeder Unterrichtsstunde, entsteht aus dem Interesse der Lehrer/innen an der Entwicklung jeder/s Einzelnen, aus der gegenseitigen Unterstützung der Schüler/innen, aus Anregungen und Entwicklungsmöglichkeiten, die Unterricht, Projekte, Arbeitsgemeinschaften, Berufsorientierungsangebote bieten, aus Hilfen, die dann angeboten werden, wenn jemand in einer Entwicklungskrise ist. Vieles gehört bei uns schon seit Jahren zum Standard; anderes ist erst seit kurzem in der Entwicklung. Wir sehen uns an anderen Schulen nach Beispielen guter Praxis um, geben unsere Erfahrungen an andere weiter und lernen in unserer Förderarbeit, indem wir sie regemäßig evaluieren. Diese Übersicht kann nur stichwortartig ein unvollständiges Bild der Förderarbeit an unserer Schule bieten ... J. Friedrich, 1.3.2009 |
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