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Nachmittags muss niemand sich langweilen oder hungern
– aus dem Alltag der Ganztagsbetreuung -

Wenn ich schon mal in der Mittagszeit schulfrei habe und mich aufmache, die Schule für diesen Tag hinter mir zu lassen, komme ich am Freizeithaus des 5. und 6. Jahrgangs vorbei. Aber wir sind ja eine Ganztagsschule, und viele Schüler/innen können oder wollen nicht schon mittags nach Hause gehen. So treffe ich an einigen Tagen auf meinem Weg Mädchen, die mit dem Einrad durch die Schulstraße kurven, manchmal noch etwas unsicher dahineiern und sich gerne schnell wieder an einem Türgriff festhalten, während andere schon gekonnt Kurven und Kreise drehen oder zu zweit einen kleinen Kreistanz aufführen. So lässt sich mit viel Spaß Beweglichkeit schulen, und die Nachtmittagszeit geht im Fluge vorbei.
Freitags locken mich herrliche Düfte in das Freizeithaus: Dann sitzen dort Mädchen und Jungen an einem langen Tisch und löffeln z.B. eine rote Linsensuppe, die Frau Erciyas, eine Mutter mit einem Kind im 5. Jahrgang, für alle die gekocht hat, die gerne etwas im Magen haben, bevor sie später nachmittags nach Hause gehen. Ich frage Franziska aus der 5f, was sie freitags so aufgetischt bekommen; sie kann von Reibekuchen, Pizza, Spaghetti und Suppen berichten, wobei ihr die Reibekuchen am besten geschmeckt haben. Eine Schülerin aus der 6 c, Nina Grill, steht mit hinter der Theke, denn sie hilft Frau Erciyas regelmäßig bei der Vorbereitung. Frau Grabowski-Music und Herr Schneider vom sozialpädagogischen Team sind für dieses Angebot des offenen Ganztags zuständig, und ihnen schmeckt es offensichtlich sehr, dass sich Eltern so engagieren und dass sie auch einen leckeren Teller voll abbekommen...
J.Friedrich, 15.2.09


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