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Vier Wochen am Lago Maggiore: Arbeiten, wo andere Ferien machen Janina Stoffers aus dem 12. Jahrgang tritt ihr Auslandpraktikum der Krupp-Stiftung an Freunde von Janina waren schon, durch die Krupp-Stiftung organisiert und gefördert, im Ausland gewesen: bei Karstadt in der Türkei und in einem Behindertenhotel auf Teneriffa; eine weitere Schülerin aus unserer Schule hatte begeistert von ihrem Praktikumsplatz in Litauen erzählt. Deswegen war Janina sehr interessiert, als sie den Aushang für die diesjährige Bewerbung am Informationsbrett der Oberstufe sah, und sie entschloss sich, sich um ein Auslandspraktikum zu bewerben. Etwas Wagemut gehört schon dazu: Man kann zwar Wünsche äußern, hat aber letztlich keinen Einfluss darauf, in welchem europäischen Nachbarland man dann arbeiten wird. Janina traute ihrem Französisch nicht so richtig und wollte deshalb nicht so gerne nach Frankreich oder Belgien; englisch zu sprechen war ihr aber kein Problem. Erst einmal musste ein Bewerbungsschreiben verfasst, ein Lebenslauf in Englisch und Deutsch abgegeben, ein Fragebogen ausgefüllt und ein dreiseitiger Aufsatz geschrieben werden, in dem Janina ihr Interesse am Hotelfach begründete. Auch ein Bewerbungsgespräch musste sie bestehen, in dem sie begründen konnte, warum sie gerne in einem Hotel arbeitet, und in dem sie auch einiges über die Firma Krupp und ihr Bildungsengagement erzählen konnte. Und Janina hatte Glück: So wurde als Praktikantin ausgewählt und erhielt zu ihrer Überraschung einen Praktikumsplatz in Norditalien am Lago Maggiore zugewiesen. Jetzt ist Janina glücklich, dass sie in den nächsten Tagen sich auf die Flugreise dorthin machen wird und über die Osterferien und die Schulzeit davor und danach vier Wochen Italien erleben wird. Sie war erst einmal als Kind in Italien auf Urlaub. Sie hat sich erkundigt: Es ist ein recht kleines Hotel in einer Villa direkt am See. Was sie so arbeiten wird, weiß sie noch nicht genau. Sie hat sich schon die schwarz-weiße Arbeitskleidung besorgt und ist ganz gespannt, wie sich das Praktikum dort so gestalten wird. Sie wird ihre Praktikumskollegin, mit der sie eine Dienstwohnung teilen wird, schon auf dem gemeinsamen Flug nach Italien kennenlernen. Sie hofft auf schönes Wetter und freut sich auf die Ausflüge z.B. nach Mailand und die landeskundlichen und kulturellen Aktivitäten, die zum Auslandsprogramm dazugehören. Um sich sprachlich gut unter dem Personal und den internationalen Gästen bewegen zu können, bekam sie in der Vorbereitung an zwei Samstagen Crashkurse in Business-English angeboten. Übrigens stehen nach ihrer Rückkehr zwei Bewerbungstrainingstage auf dem Programm. Erst einmal wird sie aber einen ausführlichen Praktikumsbericht über ihre Erfahrungen und das Praktikumsland mit seiner wirtschaftlichen Situation schreiben müssen. Am 30. April werden alle Praktikanten/innen von der Krupp-Stiftung zu einem Empfang und Treffen mit Herrn B. Beitz in die Villa Hügel eingeladen werden. Das Hotelfach wird wohl für Janina möglicherweise auch nach guten Praktikumserfahrungen nicht zum Berufswunsch Nummer eins werden; ihre Ausbildungsträume gehen eher in Richtung Mathematik oder Bauwesen oder eine duale Ausbildung. Dennoch wird sie durch dieses Programm der Krupp-Stiftung viele Kompetenzen ausbauen und internationale Erfahrungen gewinnen, die ihr für ihre weitere Entwicklung unschätzbare Dienste leisten werden. Wir wünschen ihr Freude und Erfolg. J.Friedrich, 28.3.2009 |

