„Gesund und motiviert“ „Gesund und motiviert“ - so lautete das Motto der diesjährigen Ausbildungsoffensive der Techniker-Krankenkasse, zu deren Auftaktveranstaltung am 5.5.2009 in Haus der Industrie Duisburg Schüler/innen unseres 10. und 11. Jahrgangs eingeladen waren. Dass wir dabei waren, hatte seinen Grund: im September werden Neuntklässler an im Rahmen dieser Kampagne organisierten Berufsvorbereitungstagen teilnehmen. Höhepunkt dieses Nachmittags war ein Motivationsvortrag von Andreas Niedrig, eines Profi-Triathlon-Sportlers, der sehr bewegend, aber auch humorvoll aus der Odyssee seines Lebens berichtete: Als junger Erwachsener Junkie und in das kriminelle Milieu der Drogenbeschaffung abgerutscht hatte er die Kurve und über Hilfsarbeiten wieder einen Fuß in das Arbeitsleben bekommen. „Man muss sich kleine Ziele setzen, sie genau festlegen und mit sich einen klaren Vertrag machen“, empfahl er aus eigener Erfahrung den jugendlichen Teilnehmern/innen. Dazu verteilte er gleich an alle einen kleinen Zieleplaner. „Wer sein Ziel kennt, kann sich entscheiden!“, ist eine seiner Devisen. Er empfahl den jungen Leuten, wirklich genau und ehrlich in sich hineinzuhorchen und dann die eigenen Träume zu entdecken und an ihnen konsequent festzuhalten, wobei er auch zugab, dass Träume auch ihre Grenzen haben können, die man dann spürt, wenn man sich auf den Weg ihrer Erfüllung gemacht hat. Ein weiterer, beinahe buddhistischer Tipp, um zu sich, zu seinem Glück und inneren Erfolg zu kommen, war, immer mit voller Aufmerksamkeit bei den Dingen und in der Situation zu bleiben, mit der man sich gerade beschäftigt. „Jede(r) hat etwas Einzigartiges! Lasst euch nicht bei eurem Bemühen, glücklich zu werden, ins Bockshorn jagen“, beschwor er die Zuhörer/innen. Mit Anfang 20 entdeckte er für sich das Langlaufen und entwickelte sich schnell zu einem Spitzensportler im Triathlon (Schwimmen, Radfahren, Marathon). „Lauf um dein Leben“ heißt ein Film, der über sein außergewöhnliches Leben gedreht wurde. Er schilderte lebendig und drastisch, wie viel Anstrengung und Kampf gegen sich selbst dieser Hochleistungswettkampf bedeutet. Aber, wie er meinte: „Wer sagt, dass das Leben immer leicht sein muss?“ Für seine Ziele müsse man unter Umständen hart kämpfen, aber das Wichtigste für den Erfolg sei, wirklich konsequent am Ball zu bleiben. Der starke Applaus am Ende zeigte, dass er den Zuhörern/innen wichtige Botschaften vermittelt und auch den Ton getroffen hatte, sie anzusprechen. Einige suchten nach der Veranstaltung noch mit ihm das Gespräch, um diesen interessanten Mann noch näher kennenzulernen. J. Friedrich |
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Am Dienstag, dem 5.05.2009, waren Schülerinnen und Schülern des 10. und 11. Jahrgangs zu einem Presseauftritt unter dem Motto „Gesund und motiviert“ der diesjährigen Ausbildungsoffensive der Techniker-Krankenkasse geladen . Vorerst gingen wir alle mit keinerlei Erwartung zu diesem Treffen und waren anfangs sehr unmotiviert, was diese Veranstaltung allgemein betraf. Erst fing alles ganz sachlich an und einige Redner hielten einen Vortrag und wir alle waren schon etwas angespannt bis zu dem Zeitpunkt, an dem Andreas Niedrig mit seinem Vortrag begann. Uns war zwar von vorneherein bewusst gewesen, dass seine Rede bzw. sein Motivationstraining der Höhepunkt werden sollte, jedoch machten wir uns nicht all zu viele Hoffnungen und konnten uns eigentlich nicht vorstellen, was unter dieses Motivationstraining fallen sollte. Ich stellte mir immer wieder die Frage: " Wie will der Herr uns gleich während eines einzigen Vortrages Motivation vermitteln bzw. uns etwas auf unserem Wege mitgeben?" Doch dann, als er mit seiner Rede anfing, wurde mir alles bewusst. Ich hatte in meinen Leben noch nie zuvor einen so emotionalen Vortrag zu hören bekommen. Mit all dem, was er sagte, hatte er Recht. Ich war in der Lage mich in seinen Lebenssituationen wiederzufinden. Es war einfach eine unfassbare und emotionale Lebensgeschichte, die er zu erzählen hatte. Ausgerechnet seine Lebensgeschichte war es, die mich so von ihm überzeugte . Er war vom " Junkieman zum Ironman "geworden. Was will man mehr im Leben? Von ganz unten nach ganz oben, oder? Während seines Vortrages schilderte all die Höhen und Tiefen aus seinem Leben so, dass er sehr intim wurde. Das Publikum war sich einig, dass diese Rede einzigartig war und jeder Mut aus ihr schöpfen konnte, und dies bestätigte sich letztlich darin, dass der Applaus zum Schluss kaum aufhören wollte, jeder ein Autogramm von ihm haben wollte und es von unsren Schülern sogar "standing ovation" gab. Nach dem öffentlichen Vortrag stand es jedem offen, zu Herrn Niedrig zu gehen und sich ein Autogramm zu holen und sich sogar mit ihm zu unterhalten. Erst war ich viel zu aufgeregt und noch zu gefesselt von seiner Rede, jedoch dann fasste ich den Mut und ging auf Andreas Niedrig zu und ließ meinen Gefühlen in Form von Worten freien Lauf und erzählte ihm, wie gerührt ich von seinem Vortrag war, dass ich den größten Respekt vor ihm gewonnen hatte, dass ich sehr gerührt von seiner Rede war und dass ich solch eine emotionale Rede noch nie in meinem Leben zuvor gehört hatte. Andreas Niedrig schaute mich mit strahlenden Augen an und erwiderte meine emotionalen Worte und bedankte sich bei mir dafür, dass ich ihn in seinemTun bestärkt und bestätigt hatte. Er machte mir deutlich , dass er sehr glücklich darüber wäre, dass Menschen ihm dafür Bewunderung schenken, was er geschafft hat, und dass es ihn sehr freue, wenn er Menschen mit seinen Vorträgen rühren und anspornen, aber gleichzeitig Hoffnung geben könne. Zum Schluss bedankte ich mich bei ihm dafür , dass er mir den Mut meines Lebens gegeben hatte, und sagte ihm, dass ich mich freuen würde, an weiteren Aktion von ihm teilzunehmen. Andreas Niedrig erwiderte meinen Dank und sagte, er habe dafür zu danken, allein wegen der Tatsache, dass andere Menschen durch seine Vorträge Mut schöpfen könnten. Noch an diesem Tag hatte ich Andreas Niedrig eine E-mail geschrieben und bekam als wichtigsten Satz Folgendes zurück: "Ich finde es super, dass Dich unser Treffen so motiviert hat, jetzt liegt es an Dir, wie lange Du daran festhältst. Immer an Dich glauben, niemals von jemandem sagen lassen:„Das kannst Du nicht“, niemals aufgeben, darum geht es." Nun habe ich Mut von jemandem geschöpft, der mal ganz unten war und jetzt ganz oben ist; und allein das ist es, was einen Menschen ausmacht. Ich hoffe, dass unsere Schule weiterhin mit Andreas Niedrig in Kooperation bleibt. Florentina Gashi, 11. Jahrgang |






