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/ GEB gewinnt Essener Umweltpreis 2009
Der „Essener „Umweltpreis 2009“ geht an die Gesamtschule Bockmühle. (entnommen aus der NRZ – Essen vom 2.10.2009) Das grüne Klassenzimmer Marcus Schymiczek So schön kann Schule sein: Ein dichtes Laubdach spendet Schatten über Tischen um Bänken, ein paar Handgriffe genügen und schon wird aus dem Lehrerpult ein Holzkohlengrill. Hier lässt es sich aushalten, so macht Lernen Spaß. Wir sind im „grünen Klassenzimmer" der Gesamtschul“ Bockmühle in Altendorf. Genauer gesagt im Schulgarten. Wild und verwunschen sieht es hier aus, ein Stückchen Natur, wo man es so nicht erwarten würde. Es begann mit vier Apfelbäumchen Vor mehr als 20 Jahren fing alles an, mit einer Idee und vier kleinen Apfelbäumen, erinnert sich Lehrerin Christel Wortmann (56), die Biologie und Sport unterrichtet und damals den Anstoß gab. „Wir wollten ein Stück Natur zurückerobern." Das ist gelungen. Mehr noch: Daraus erwachsen ist ein Projekt, das bis heute Früchte trägt. Dafür gab es gestern den „Essener Umweltpreis 2009". Kinder und Jugendliche haben den Schulgarten angelegt. Kinder und Jugendliche, von denen so mancher eine Birke nicht von einer Buche unterscheiden konnte. Schüler, die im dicht besiedelten Altendorf aufwachsen in einer Wohnung ohne Balkon oder Garten. Jugendliche wie Timo Neumann. Als Fünftklässler steckte er mit Schulfreunden in einer großen Pause zum ersten Mal seine neugierige Nase durchs Gartentor - und blieb dabei bei der Garten-AG. Heute hat der 15-Jährige einen „grünen Daumen" und ist bei aller Bescheidenheit stolz auf das, was er und seine Mitschüler da geschaffen haben. Das hat Spaß gemacht, war aber auch harte Arbeit. „Vor allem die Jüngeren wollen hacken oder graben", erzählt Timo Neumann. Die gewundenen Wege aus zerbrochenen Pflastersteinen etwa, die durch das grüne Paradies führen, haben Schüler der Klassen fünf und sechs angelegt. Längst fahren sie im Schulgarten an der Bockmühle die Ernte ein. Das gilt nicht nur für die Schülerfirma „GaFlo" (Gartenbau und Floristik), die alljährlich zur Adventszeit Kränze flechtet und verkauft. Und auch nicht nur die Holunderbeeren, aus denen sie im Schülercafe Marmelade machen. Es geht um die geistige Nahrung. Kinder, „die oft gar keinen Bezug zur Natur hatten", wie Christel Wortmann berichtet, erleben staunend, wie Wildbienen in ihr Versteck schlüpfen, oder beobachten Grasfrösche beim Liebesspiel. Man ahnt, es ist nie langweilig im Schulgarten. Und es gibt noch viel zu tun. Ein Baumhaus möchten die Schüler bauen, das Gartenhaus der Schülerfirma soll begrünt werden. Der mit 4000 Euro dotierte Umweltpreis dürfte dabei helfen. Auch jenseits des hohen Gartenzauns wartet Arbeit. Kinder haben dort Patenschaften für Bäume übernommen. Immer wieder werdenHinweistafeln mutwillig zerstört. Ja, Vandalismus sei ein Problem, bedauert Christel Wortmann. Das Schulgarten steht jedem offen. Der Schulgarten wird deshalb abgeschlossen. Aber zum Glück gibt es ja einen Schlüssel zum Paradies. Essen wohnt natürlich Sieger, Jurymitglieder und Sponsor bei der gestrigen Preisverleihung: „Essen wohnt natürlich" lautete das Motto des vom Allbau gestifteten Umweltpreises 2009. Nicht nur die Gesamtschule Bockmühle durfte sich freuen. Mit dem zweiten Preis (3000 Euro) würdigte die Jury Henning Wolters, der im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in Rüttenscheid einen Wildwuchsgarten angeregt hat. Zwei dritte Preise in Höhe von jeweils 1500 Euro gingen an die Evangelische Freikirchliche Kindertagesstätte „Unsere kleine Farm" sowie an das Ehepaar Susanne Petroll und Gregor Wieczorek aus Fischlaken, die einen kleinen Garten in eine Naturlandschaft verwandelt haben. Auch 2010 lobt die Stadt einen Umweltpreis aus. Sponsor sind dann die Entsorgungsbetriebe. Schy Siehe: www. der-westen.de und http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_59/Umweltpreis.asp |
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