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Das Abitur 2010 kann beginnen! Unsere zukünftigen Abiturienten/ gestalteten die letzten Schulwoche nach den Osterferien innen recht fröhlich und relaxed: Jeden Tag hatten sie sich ein anderes Verkleidungsmotto ausgesucht, und manchmal mussten wir Lehrer/innen schon etwas genauer schauen, um unsere Schüler/innen z.B. am Tag des Geschlechtertausches wiederzuerkennen. Dieses entspannte Gefühl übertrug sich mit der Zeit auch auf die Lehrer/innen, die doch erst vermutet hatten, dass in der letzten Unterrichtswoche ggf. noch Endspurtarbeit angestanden hätte. Wenn noch manche/r doch ein wenig gebibbert hatte, ob sie/er die Abiturzulassung sicher erhalten würde, war die Stimmung doch sehr gelöst, als auf der letzten Informationsveranstaltung am letzten Schultag, Freitag, den 16.4, alle erfahren konnten, dass sie diese Hürde vor dem Abitur gemeistert hatten. An diesem Tag hatten sich die Schüler/innen schon ab 5.00 in der Schule eingefunden, um entsprechend einer langjährigen Tradition an unserer Schule die Turnhalle für den „Abi-Gag“ vorzubereiten und damit ihr Unterrichtsende zu feiern. Um 11.20 wurden die Schüler/innen ab Klasse 7 eingeladen, diesem Spektakel beizuwohnen. Die Lehrkräfte, die den Abiturjahrgang bis zum Schluss zu Prüfung hin geschunden, geprügelt, getragen oder auf Schüler/innen wie auf ein totes Pferd eingeredet hatten, die Vorbereitung auf die Prüfungen ernst zu nehmen, wurden erst einmal mit sehr nassen Wasserpistolen-Duschen empfangen und man konnte beobachten, dass sich doch dabei hin und wieder auf manches Schüler/innen-Gesicht ein sadistisches Lächeln einschlich (Beweis siehe Fotos). In einer Reise nach Jerusalem wurden erst einmal die langsameren Lehrkäfte ganz schnell und gnadenlos ausgesiebt. Ein zweites immer wieder beliebtes Kunststück mussten dann Kollegen/innen desselben Faches abliefern, indem sie ihre Tanzkünste zeigen konnten. Das Publikum durfte mit Beifall abstimmen, und der tosende Applaus zeigte, wie hingerissen die Zuschauer von den Darbietungen waren. Die Geschicklichkeit des zumeist schon recht angegrauten Lehrerkollegiums wurde mit Sackhüpfen und Eierlaufen weiter auf die Probe gestellt. Es war rührend anzusehen, wie manchem älteren Kollegen doch von jüngeren mit sehr viel Mitgefühl über die Hürden geholfen wurde. Auch hier zeigte sich wieder der tolle Teamgeist auch unter dem Lehrpersonal unserer Anstalt. Die Schüler/innen quälten ihre letzten Lehrer/innen dann auch doch nicht zu sehr, denn im Grund haben wir uns ja in den letzten Jahren recht gut vertragen. Sogar manch stiller, trauriger Abschiedsblick wir hier und da zwischen Schüler/innen und Lehrern/innen schon zu sehen. Bleibt uns noch zu wünschen, dass dieser Optimismus und diese positive Energie in den kommenden Prüfungswochen anhalten und am Ende möglichst alle mit gutem Erfolg das Abitur bestehen. Da ich mich mit diesem Jahrgang nach 12 Jahrgangsstufenleiterjahren von dieser Aufgabe verabschiede, fühle ich mich allen Abiturienten/innen in den Wochen dieser letzten Hürde besonders verbunden. Viel Glück und Kraft! Jürgen Friedrich |
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