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Das längste Gedicht im Ruhrgebiet zum Kulturhauptstadtjahr

Ein „Gedicht so lang wie die Ruhr“ ist eine der vielen Initiativen zum Kulturhauptstadtjahr (siehe http://www.onkel-reinhold.de/info/2010/dat-ruhrgedicht.html unter http://www.onkel-reinhold.de/service/kontakt/online-kontakt.html kann man auch Gedichte hochladen)

Unsere Schule möchte die Idee aufgreifen: Wir werden am Europatag, dem 10.Mai, ein internationales Kulturfest veranstalten, an dem alle Schüler/innen aus allen Klassen ihre Vierzeiler zu einer langen Gedichtkette zusammenkleben und mit ihnen unser großes Schulgebäude umkreisen sollen.
„Ich und meine Stadt Essen/das Ruhrgebiet“ ist das Thema dieses gemeinsamen Dichtens, denn das Kulturhauptstadtjahr bietet ja genügend Anlässe darüber nachzudenken, was uns unsere Stadt und unsere Region bedeutet.

Wer jetzt schon mitdichten will, kann seine Ideen über unser Gästebuch bei der Redaktion einreichen. Die schönsten und ggf. witzigsten werden wir immer wieder mal veröffentlichen.

Um diese Idee erlebbar zu machen, gab unser Schulleiter Herr Prepens schon mal auf einer Kollegiumskonferenz den Lehrern/innen die Möglichkeit, eine dichterische Kreativpause in der Konferenz einzulegen.

Hier zur Anregung schon mal einige Verse, die dann spontan entstanden sind:

Verglichen mit dem Nil ein Zwerg
entspringt die Ruhr bei Winterberg.
Bei Olsberg biegt sie nun nach Westen
Gefüllt mit Schaum und Abfallresten.

An der Emscher schönem Lauf
Fing man früher Fisch zuhauf.
Was du heute dort kannst fischen,
landet selten nur auf Tischen.

Es lebe hoch das Ruhrgebiet,
wo man sonst Bergsenkung sieht.
So lang die Pumpen sich hier drehn,
wird Castrop noch nicht untergehn.

Ruhrgebiet, oh Ruhrgebiet,
du siehst so trostlos aus.
Doch wir an dieser Penne hier,
wir machen Tolles draus.

Bei uns hier anne Ruhr
Da is dat Leben pur.
Bei uns hier inne Klasse
Da weisse watte hasse.

Leuchtend rot die Kamelien im Hügel-Park
Weihnachtliches Lichtergewirr auf der Kettwiger
Grauer Novemberhimmel über Zollverein
Alle Hautfarben dieser Welt im Gruga-Bad

Ich à Oberhausen
Essen à Job
Dazwischen à 12 km
Schöne Wege

Wo lauschig ruht gestaut der See
Und lässt die müde Seele frei,
vorbei an Wäldern in die Höh,
da ist Essens Bredeney.

Einst hoben Kumpel hier die Hacke
Und Staub zerknirschte zwischen Zähnen:
Wer Koks will, der macht nun mal Schlacke,
vom Himmel fielen graue Tränen.

Im Ruhrgebiet – Treffpunkt der Kulturen -
Ticken die Uhren anders – nicht nur die Uhren.
Gedanken sind ständig im Fluss,
das Leben hier ist ein Genuss.

Im Ruhrgebiet mit der Stadt Essen
Ist viel zu sehn und zu erleben, wollen wir wetten?
Mit Zollverein und Bockmühle
Finden Kulturen viele Stühle.

KULTUR HAUPT und STADT
Die machen keinen ESSENer satt,
wir RÜHREN in den Töpfen
Aber schaffen mit den Köpfen.

Ein kultureller Höhepunkt
Grad Essen ist besonders bunt!
Ob Baldeneysee, Villa Hügel oder Zeche Zollverein,
es wird täglich etwas zu entdecken sein!

Die Hauptstadt der Multikulturen
Machte jedem auf die Türen.
Die vielfältige Stadt Essen, die Ruhrgebietstadt,
ist die, die auf dem Esstisch liegt.

Früher grau und eher dunkel,
heut viel Grün und Freude pur!
Welche Stadt mag da gemeint sein?
Klar doch! Essen an der Ruhr!

Zugezogen
Angekommen
Hier geblieben
Guter Ort

Wir haben hier zwar sehr viel Witz
So reim`ich immer, wenn ich schwitz,
Jedoch mal mit und ohne Humor,
das kommt im Ruhrpott einfach vor ...

Als ich herkam, war`s schon blau –
Früher war`s noch schmuddlig grau.
Bleib jetzt hier, will nicht mehr gehen,
doch hoff ich noch, dass sich die Winde drehn...

Es war ein Lehrer aus Essen,
der hat zu lang` in der Schule gesessen,
ging raus an die Ruhr, in die schöne Natur,
dort hat er den Stress vergessen.

Reiher, Rud`rer, Radler, Ruhr,
weite Felder, alte Zechen,
Bäume, Büsche, viel Natur
Werden Menschenwerke brechen.

Ruhrgebiet Zweitausendzehn
Da gibt es bestimmt viel zu sehn.
Essen als Kulturhauptstadt –
Dat is doch watt!

Ich wohne mitten im Pott,
hier ist das Leben echt flott.
Hier gibt es ne Menge Kultur
Und auch ne klasse Natur.

Und jetzt kommst du ... !
J.Friedrich, 7.2.2010