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Die Ferien als Chance nutzen
18 Schülerinnen und Schüler der GEB haben sich in den Sommerferien auf die siebte Klasse vorbereitet und obendrein noch viel Spaß gehabt.

Von Damian Pfeiffer und Martina Böttcher

(Dieser Artikel ist angelehnt an eine Erstveröffentlichung in der Lernferienzeitung „Waldbröl Rocks News“.)


„Lernen in den Ferien? Sind die verrückt?“, dachte ich, als Herr Stein vor ein paar Monaten auf mich zukam und mir zu dieser besonderen Art von Ferienlager riet. Naja, als ich die Beschreibung dann sah, bemerkte ich, dass es um eine Vorbereitung auf die siebte Klasse ging, in der ich mich unbedingt verbessern will. Ich hörte auch, dass die Betreuer mit uns klettern und schwimmen gehen würden und, um ganz ehrlich zu sein: das hat mich dann überzeugt.

Jetzt bin ich auf den Lernferien 2010 gewesen und finde es erstaunlich, dass wir etwas für die Schule gelernt und gleichzeitig eine Menge Spaß gehabt haben. Wir waren fast 40 Kinder aus Essen, Duisburg und Bottrop und wir sind ziemlich schnell wie eine große Klasse geworden, in der jeder seinen Platz hatte.


Morgens wurden wir – viel zu früh - geweckt, dann frühstückten wir. Danach ging‘s in den Unterricht. Wir haben in Gruppen von 8 Schülerinnen und Schülern immerhin vier Stunden in zwei Fächern belegt. Die Betreuer waren immer zu zweit. Wir konnten sie übrigens alle duzen. Sie haben viel Gruppenarbeit und Lernspiele mit uns gemacht. Darum war der Unterricht hier ganz anders als in der Schule. Ich habe das Gefühl, mich wirklich verbessert zu haben. Im Anschluss daran kamen das Mittagessen mit einer schönen Pause und dann das sogenannte Silentium. Das erinnert uns Bockmühler ja eigentlich an unangenehme Mittwochnachmittage, aber hier war’s erträglich, denn es stand für alle auf dem Programm und dauerte nur 45 Minuten. Trotzdem war’s ganz schön anstrengend, sich bei gut gefülltem Bauch auf eine selbstständige Stillarbeit zu konzentrieren. Auch wenn uns die Betreuer mit Rat und Tat zur Seite standen. Martina … ähm … Frau Böttcher, ach, ich bleib erstmal bei Martina… hat das Camp mit organisiert. Ihr war’s wichtig, dass wir in den Ferien nicht alles vergessen, was wir in der sechsten Klasse gelernt haben, sondern den ganzen Stoff nochmal praktisch anwenden.


Dann folgte immer eine „Überraschung des Tages“, meist eine Aktion oder ein besonderer Ausflug. Die gefielen mir eigentlich immer am besten. Die Spiel- und Spaßolympiade hielt, was ihr Name versprach. Wir haben uns richtig ausgepowert und obendrein so viel gelacht wie lang nicht mehr. Einmal fuhren wir in ein richtiges Bergwerk, mal ging’s zu ‘nem Ausflug in die Stadt und beim Chaos-Spiel sind wir gegen ein Betreuer-Team angetreten, das zwar den ersten Platz erkämpfte, dann aber wegen Doping disqualifiziert wurde.
J Die Riesenwasserschlacht und der Hochseilgarten haben mir echt am meisten gefallen: Super! Ein paar andere kleine Überraschungen gab’s noch – die will ich hier aber nicht verraten! Diese ganzen Freizeitpunkte waren eine prima Möglichkeit, sich mit Leuten von anderen Schulen zu befreunden. Als wir am letzten Abend Abschied gefeiert haben, kullerten bei vielen ganz schön die Tränen. Ich hoffe, wir sehen die ganzen Leute noch mal wieder.

Am Anfang dachte ich, das Camp wäre blöd – das war es aber gar nicht. Im Gegenteil: das Camp machte Riesenspaß! Viel besser, als die ganzen Ferien zu Hause zu bleiben. Ich empfehle die Lernferien auch Kindern aus anderen Klassen, die schlecht in Mathe, Englisch oder Deutsch sind. Es gab so viele Überraschungen und so viele tolle Momente, dass es sich absolut gelohnt hat.


Zur Info: Die Lernferien wurden vom Verein ProFellow organisiert und waren ein Angebot an die Schüler der 6. Klassen. Der Teilnahmebeitrag betrug nur 40€.
Natürlich ist ein solches Projekt nur durch großzügige Unterstützung zu realisieren. ProFellow e.V. bedankt sich deshalb ganz herzlich bei den finanziellen und ideellen Förderern der Lernferien 2010: der RAG Stiftung, der National-Bank, der Haniel-Stiftung, der Ernst-Löchelt-Stiftung, Haus Pempelfort in Waldbröl, der Deutschen Annington, Teach First Deutschland gGmbH und Michael Gerdes, MdB.