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/ GEB erhält das Gütesiegel „Individuelle Förderung'
Unsere Schule erhält das Gütesiegel „Individuelle Förderung'' – ein Qualitätsprädikat für die vielfältige und erprobte Förderarbeit Am 27. Januar bekam unser Schulleiter Herr Prepens die freudige Nachricht: Unsere Schule wird dieses Gütesiegel am 20. Februar offiziell verliehen bekommen. Die Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und die Elternvertreter sind begeistert, denn damit haben wir bezüglich der langjährigen Weiterentwicklung unserer Förderarbeit innerhalb und außerhalb des Unterrichts offiziell bestätigt bekommen, dass wir an einem Erfolgsmodell arbeiten. Im Dezember hatte sich eine Qualitätskommission durch Vertretern/innen der Schulleitung, des Kollegiums und der Schülerschaft die Förderkonzepte unserer Schule vorstellen lassen. Sie erfuhr unter anderem von - dem Unterricht in „Teamklassen", in denen die Schüler/innen sich an Gruppentischen gegenseitig bei den Lernaufgaben helfen und gemeinsame Ergebnisse erarbeiten und präsentieren lernen, - der Arbeit in Lehrerteams, die ganz viel Unterricht in ihren Klassen übernehmen, so dass eine sehr enge Betreuung der Schüler/innen und ein schneller Austausch und eine intensive Zusammenarbeit der wenigen Lehrern/innen in der Klasse ermöglicht werden, - der gut ausgebauten Lern- und Sprachförderung ab dem 5. Jahrgang, - den Methodentrainings, in denen die Schüler/innen in guter Zusammenarbeit, aktiver mündlicher Beteiligung und fairem Verhalten zueinander geschult werden, - den Programmen im Bereich der Berufsorientierung und des Erwachsenwerdens und den Schülerfirmen, in denen die Schüler/innen klare schulische und berufliche Ziele entwickeln und Fähigkeiten erwerben können, um sich auf dem Ausbildungsmarkt durchzusetzen, - den breiten sportlichen Möglichkeiten (z.B. in Sportklassen, Pausensport, Sport-Arbeitsgemeinschaften und Sport-Leistungskursen), die neben der körperlichen Ertüchtigung auch Teamgeist und Leistungsbereitschaft fördern - die zahlreichen durch unsere Schulmannschaften gewonnenen Meisterschaften zeigen, wie breit wir auf sportlichem Gebiet aufgestellt sind - - den vielfältigen kulturellen Lernangeboten (im Fach „Darstellen und Gestalten", in Theatergruppen, Arbeitsgemeinschaften in Kunst und Akrobatik, Blöckflöten-, Blechbläser- und Keyboardorchestern). Bei einem Rundgang durch die Schule waren die Kommissionsmitglieder von der freundlichen und arbeitsfördernden Lernumgebung in den Klassen, den räumlichen und sachlichen Möglichkeiten im Berufsorientierungsbüro, den Freizeithäusern und Schülerfirmen beeindruckt. Der Rundgang schloss im von den Schülerfirmen „Gartenbau und Floristik" und „Der Schüler-Betrieb" selbst aufgebauten Gartenhaus, in dem gerade die Weihnachtsproduktion an Adventskränzen abgeschlossen worden war - ein weiteres Beispiel dafür, welche Möglichkeiten unsere Schule bietet, individuelle Begabungen und Neigungen auszubauen und mit Herz, Hand und Verstand die eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln. J. Friedrich, 28.1.2010 |
NRZ vom 6.2.2010: Individuelle Lern-Teams Das NRW-Gütesiegel „individuelle Förderung“ erhält die Gesamtschule Bockmühle nach ihrer Neuausrichtung Von Claudia Pospieszny Altendorf. Jeden Schüler in seinen Fähigkeiten wahrnehmen, ihn in seinen Stärken fördern, seinen Schwächen mit adäquaten Hilfsangeboten begegnen - das war der Leitgedanke, mit dem die Lehrer der Gesamtschule Bockmühle vor fünf Jahren eine Bestandsaufnahme machten: Was gibt es an unserer Schule - und wie sind Anforderungen und Bedürfnisse von Jungen und Mädchen in sich wandelnden Zeiten? Kinder und Jugendliche aus 49 Nationen besuchen die Gesamtschule, sprachliche Schwierigkeiten, unterschiedliche Eingangsbedingungen und Förderbedarfe brachten Kinder nach dem Wechsel von der Grundschule mit. Rasch sei das Kollegium übereingekommen, diesen Anforderungen mit einer neuen Ausrichtung gerecht werden zu wollen, wie Schulleiter Klaus Prepens berichtet. Entstanden ist daraus ein Konzept zum kooperativen Lernen, nach dem in Team-Klassen unterrichtet wird. Nicht religiöse noch sprachliche Gemeinsamkeiten oder persönliche Präferenzen bestimmen den Sitzplan in der Klasse. Kleine Inseln gibt es, Tische, an denen je vier Schüler Platz finden, ein Team bilden, über dessen Zusammensetzung Lehrer entscheiden. Team-Arbeit bildet den Schlüssel des neuen Konzeptes. Starke Schüler unterstützen schwächere, jeder hat Gelegenheit, seine Fähigkeiten einzubringen - und über das Team Bestätigung, Erfolgserlebnisse zu erfahren. Die Zahl der Lehrer, die in den Team-Klassen unterrichten, ist bewusst gering gehalten. Feste Bezugspersonen sollen den Klassen-Teams das Gefühl von Beständigkeit vermitteln, eine intensive Zusammenarbeit ermöglichen. Die Klassen der drei unteren Jahrgänge kommen bereits in den Genuss der neuen Unterrichtsform. Zum Schuleingang werden darüber hinaus diagnostische Tests in Deutsch und Mathematik durchgeführt, um gezielt zu fördern. Doppelbesetzungen von Lehrern und Ergänzungskräften gibt es in der 5., 6. und 7. Jahrgangsstufe; dies solle ermöglichen, auf Schülerfragen im Unterricht gezielt und individuell eingehen zu können, betont Prepens. Doch auch für die Jahrgänge ab Klasse 8 haben die Pädagogen der Gesamtschule Bockmühle zahlreiche Angebote, die über den Regelstudienplan hinausgehen: Sportklassen, den Teamgeist zu fördern, Angebote zu gartenbaulichen Aktivitäten, und zu kulturellen Fächern wie Theatergruppen, Blechblas-und Keyboardorchestern, Renovierungsarbeiten führen die Schüler unter Anleitung teils selbst durch, was die Identifikation mit dem Lernort fördert. Ausgezeichnet wird die Gesamtschule am 20. Februar für ihre „individuelle Förderung". Neben der GS Bockmühle haben bereits neun Essener Schulen das Gütesiegel erhalten - verbunden mit der Auflage, sich anderen Schulen zu öffnen, sie von ihren Innovationen, Erfahrungen profitieren zu lassen. |

