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Onlinedebatte findet offiziellen Abschluss
Tugba Arslan und Lydie Teka repräsentieren die GEB in München

Am 25.03.10 und 26.03.10 nahmen zwei Schülerinnen der Gesamtschule Bockmühle an der Abschlussdiskussion einer sechswöchigen Onlinedebatte der deutschen Kinder- und Jungendstiftung (DKJS) teil. Es ging um die „digitale Inklusion“, also die Einbeziehung möglichst vieler Menschen an technischen Möglichkeiten von Handy, PC und vor allem dem Internet. Während in den sechs vorangegangenen Wochen in einem Internetforum über das Thema diskutiert wurde, konnten zwei besonders aktive Teilnehmerinnen der Debatte nun auf einem anderen Niveau folgen: Für diese Veranstaltung flogen sie nach München, wo sie nach einer angenehmen Reise in Münchens höchstem Gebäude, dem Firmensitz des Mobilfunkanbieters o2, herzlich empfangen wurden.
Nach einer kleinen Stärkung am Buffet konnte es auch gleich losgehen. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus sechs weiteren Schulen aus ganz Deutschland, wurden die Ergebnisse der Onlinedebatte zu Ende diskutiert und ausgewertet. Dabei galt ebenso wie in den sechs vorausgegangenen Wochen: Alle dürfen die Meinung äußern, solange der Ton angemessen ist.
So kam nun heraus, was junge Menschen letztendlich vom digitalen Fortschritt halten und wo sie Verbesserungsbedarf in der Anwendung sehen: Auch wenn es um das Internet, soziale Netzwerke, digitale Freundschaften und Datenschutz geht, kommt es, wie in so vielen Dingen, immer auf das rechte Maß an, das letztendlich wohl jeder seinem Ermessen nach festlegen muss.
Nach der Diskussion konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den prachtvollen O2-Tower anschauen und den wunderschönen Ausblick auf München und die Alpen von der letzten Etage genießen. Ganz vom Thema losreißen konnten sich die meisten dann aber doch nicht und so wurde hoch über den Dächern kräftig weiterdiskutiert. Der Höhepunkt kam, als endlich die Zertifikate ausgehändigt wurden, welche die wochenlange Arbeit und kniffliges Nachdenken belohnen. Ein abschließendes Gruppenfoto dokumentierte den Erfolg.
Die Hälfte der Schüler und Schülerinnen konnten am Abend außerdem als Experten zum Thema an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. O2 hatte verschiedene Interessensgruppen zu einem Themenabend eingeladen, um die Herausforderungen von digitalen Geräten für Behinderte unter die Lupe zu nehmen. Hat sich schon mal jemand gefragt, wie ein Taubstummer einen Callcenter-Service nutzen soll?! Unsere Schülerin Tugba Arslan konnte mit einer wichtigen Frage für alle Beteiligten das Interesse der von Erwachsenen entwickelten Beiträge auf die Möglichkeiten von jungen Menschen lenken. „Was können wir denn tun, wenn wir Menschen mit Behinderung helfen wollen, ein Handy oder das Internet zu benutzen?“ fragte sie und erntete dafür lauten Applaus. Beim anschließenden Essen wurde sie noch oft nach ihrem Standpunkt gefragt und lernte auf diese Weise noch viele nette und interessierte Menschen kennen. Bevor es dann zurück ins Jugendhotel ging, reichte die Zeit noch für einen kleinen Rundgang mit den neugewonnenen Freunden durch München.
Am anderen Tag war es dann auch schon wieder Zeit „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Frau Böttcher, Tugba Arslan und Lydie Teka freuten sich trotz Der schönen Erlebnisse in München auch wieder auf zu Hause. Zurück in der Kulturhauptstadt warteten ihre Familien schon auf sie.
Tugba Arslan, Martina Böttcher