Viele der jungen Leute, die sich bei den „Neighbours in Contact“ zusammengefunden haben, sind oder waren Schüler/innen der Gesamtschule Bockmühle. Auch aus diesem Grunde finden wir diese Initiative interessant und berichtenswert: Bericht aus der WAZ – Unsere Stadtteile - vom 15.11.2010 Benefiztag unter Nachbarn „Neighbours in Contact“ sammeln für die Deutsche Krebshilfe Markus Grenz Altendorf/Holsterhausen. Sie sind zwischen 17 und Jahre alt, kommen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländem und treffen sich regelmäßig zum Austausch im Treffpunkt Altendorf an der Copernikusstraße. Jetzt planen die jungen Frauen und Männer der „Neighbours in Contact" - der Nachbarn in Kontakt“ - ihr erstes „großes Ding“. Am Sonntag, 21. November, organisieren sie im Jugendzentrum (Juze) Pape- Straße einen Benefiztag zugunsten der Deutschen Krebshilfe. Sitzt man zwischen den -regelmäßig um die 15 - Schülern, jungen Berufsanfängen und Studenten und hört ihnen zu, so muss man über aktuelle Diskussionen in Sachen „mangelndesIntegrationsvermögen'' ein wenig schmunzeln. Nein, fremde Meinungen und Kulturen scheuen diese Mädchen und Jungen aus Ägypten, Libanon, Kamerun, Senegal, Kosovo, der Türkei, Marokko oder dem Irak bestimmt nicht. „Kennengelernt haben sich einige von uns vor zwei Jahren beim Islamunterricht. Dann sind immer mehr Teilnehmer dazugekommen", erinnert sich Rami Nammour (20) aus Bergeborbeck. Das Herkunftsland des Berufsschülers ist der Libanon. Mit ihren bunt zusammengewürfelten sogenannten ethnischen Hintergründen zeigt die Gruppe den Zuwanderungsquerschnitt ihrer Heimatstadtteile Altendorf, Bergeborbeck und Umgebung. Das fand der RAA/Büro für interkulturelle Arbeit interessant und förderte die jungen Menschen fortan bei ihren Treffs, bei denen das Themenspektrum von den Sorgen des Alltags bis hin zu den großen Diskussionen über Politik und Religion reicht. Ganz selbstständig wollen sie jetzt vom Wort zur Tat schreiten. Das Thema war schnell gefunden. Viele der Mädchen und Jungen haben in ihren Familien oder Bekanntenkreisen Kontakt mit dem Thema „Krebs" gehabt. Nur: Wie gestaltet man rund um eine so ernste Geschichte einen ganzen Tag? „Jeder von uns kann etwas. Warum sollen wir das nicht auch einmal in eine sinnvolle Aktion einbringen?", fragt Agnessa Gashi (17) aus Ägypten. Sie wird zusammen mit ihrem Freund tanzen. Der Student Landry Enoti (21) aus Kamerun wird singen. Und so weiter. Darüber hinaus haben die „Neighbours" den Kontakt zu den eigenen Familien und Freunden in Sachen Unterstützung und Verpflegung der Gäste gesucht. Außerdem haben sie Kleiderschränke und Keller für einen großen Trödelmarkt entrümpelt. Klinkenputzen Außerdem sollen verschiedene Vorträge das Thema greifbar machen. Die Autorin Nadia Doulaki aus Frankfurt hat ein Buch über das Leben mit dem Krebs geschrieben und wird dies vorstellen. Einen Betroffenenbericht wird Aynur Celikdöven von „Weg der Hoffnung e.V." aus Oberhausen geben. Eine Tombola soll zusätzlich Geld in die Kassen spülen, das die jungen Leute der Deutschen Krebshilfe übergeben wollen. Doch wenn sie Unterstützung in Essen suchen, dann rennen sie für ihren „Krebs-Tag" nicht immer offene Türen ein. Gebrauchen können die „Neighbours in Contact" jede Hilfe, vom Tankgutschein bis zur Geldspende. Auch Essen wird gerne angenommen. Rami Nammour schildert seine Erfahrungen beim Klinkenputzen: „Manchmal werden wir nicht richtig ernst genommen." Jeder Anfang ist eben schwer. Spenden Die jungen Frauen und Männer von den „Neighbours in Contact“ müssen ihren Krebsbenefiztag nicht nur organisieren, sondern auch mit allen Unkosten und Sachpreisen selbst auf die Beine stellen. Vor der großen Veranstaltung können sie dabei noch jede Hilfe gebrauchen. Die Palette könnte von Hefeteilchen über Raumdekoration bis hin zu Tankgutscheinen und Geldspenden reichen. Informationen bekommen und spenden kann man unter 0175-6808783. |

