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Ehemaligentreffen 2010

Dass diesmal von den verschiedenen der über 30 Jahrgänge, die unsere Schule bisher verlassen haben, im Schnitt nur wenige kamen, war für manchen Gast  etwas enttäuschend, als sie oder er sich suchend im großen Saal unserer Mensa nach bekannten Gesichtern umsah.  Man war froh, wenn man dann zumindest auf einige der alten Lehrerinnen und Lehrer traf, denen zwar oft nicht mehr der Name präsent war, die aber dann doch in ihren Erinnerungen kramten, die, wenn erst einmal hochgespült, doch viele fröhliche und intensive Elemente enthielten.
Die Mensa füllte sich dennoch , aber es wurde nicht brechend voll, so dass eine gemütliche Atmosphäre für Gespräche und Kontakte gewahrt blieb.
Für die Grundlagen einer guten Stimmung wurde gesorgt: Eltern und Lehrer/innen zapften Bier oder schenkten Wein ein, der Schülerbetrieb „das Lokal“ bot Currywurst und Frikadellen an und die Schüler/innen des 13. Jahrgangs füllten ihre Abi-Kasse dadurch, dass sie als Kellner/innen  arbeiteten. Schon seit Donnerstagnachmittag war die Schülerfirma „der Betrieb“ unter organisatorischer Leitung von Thomas Lipkowski aktiv gewesen, um die Mensa so gemütlich wie möglich einzurichten. Eine große Leinwand war aufgebaut, auf der Fotos von Klassentreffen und früheren Ehemaligentreffen gezeigt wurden.
Nachdem ich meinen Dienst hinter der Weintheke erledigt hatte, konnte ich mich ins Gewühl begeben; ich kam nicht weit, denn da fingen mich schon zwei aus meiner ersten Klasse ab, um mich auf ein Bier und ein Gespräch einzuladen. Dass beide schon Mitte 40 erreicht hatten, tat der Ausgelassenheit und dem Schwelgen in Erinnerungen keinen Abbruch. Auf den nächsten 10 Metern wurde ich von einer Gruppe gestoppt, die ich aus dem Obenstufenunterricht her kannte; Isabell und Henning hatten gerade zwei Jahre Arbeit in Amsterdam hinter sich und freuten sich, wieder zurück ins schöne Freiburg ziehen zu können. An ihrem Stehtisch hatte sich ein Kreis von früheren Klassenkameraden/innen gebildet, die sich über alte Fotos und Klassenlisten amüsierten, die ihre Klassenlehrerin Marlene Hemmert mitgebracht hatte. Einen Tisch weiter begegnete ich Frank und Diana aus meiner zweiten Klasse, die sich mehr an die beiden ersten Jahre bei Frau Demming als an die Zeit mit mir als Klassenlehrer erinnerten; na ja, der gemeinsame Beginn an unserer Schule mit einem/r Klassenlehrer/in schafft natürlich besondere Nähe… Aber die beiden und viele sprachen mich auf die Klassen- und Projektfahrten an, die wir damals als junge Lehrer  ganz oft unternahmen. Vor allem die Begegnungsprojekte, bei mir mit Schulen in Amsterdam, waren vielen in guter Erinnerung geblieben.
Dass der Unterricht nicht nur Qualifikationen, sondern auch Lebensperspektiven vermittelt, wurde mir bei einigen Gesprächen deutlich: z.B. fand der eine über den Sozialwissenschaftsunterricht zum politischen Engagement in einer Partei, eine andere zum Gemanistikstudium, ein Dritter zum Lehrerberuf.
Gleichzeitig war aber auch interessant zu hören, welche – manchmal verschlungenen – Wege viele in ihrem beruflichen Werdegang gehen wollten bzw. mussten; z.B. über das Germanistikstudium zur Fachbereichsleiterin einer Volkshochschule, über ein Philosophiestudium zur Leiterin einer Internetwerbeabteilung eines Privatfernsehsenders, vom Pferdewirt zum Betonbauer, vom Studium der Sonderpädagogik zur Theaterpädagogin, die übrigens zurzeit mit Schülern/innen unserer Schule mit Lutz Pickardt ein neues Theaterstück einübt.
Schön war es auch, Kollegen/innen wie Willi Bornhorst, Heide Wagner und Joachim Genz zu begegnen, die schon pensioniert sind und deshalb gerne an diesem Abend kamen, um mit den ehemaligen Schülern/innen Erinnerungen aufzufrischen. Die Zahl der Kollegen/innen, die bei den nächsten Treffen nur noch als Gäste erscheinen werden, wird sich durch die Pensionierungswelle drastisch erhöhen! Einige andere frühere Kollegen/innen wie Heinz Dreßler oder Monika Ahrens-Schiffer  die noch im aktiven Dienst sind, aber die Schule gewechselt und Schulleitungsaufgaben übernommen haben, schauten auch vorbei, zur Freude ihrer früheren Schüler/innen und Kollegen/innen.
Ein Fazit aus dem diesjährigen Treffen: Wer sich mit mehr Ehemaligen aus dem eigenen Jahrgang treffen möchte, sollte frühzeitig vorher sich über die Sozialnetze wie Facebook, Stayfriends oder das Gästebuch unserer Homepage mit ihnen für das Ehemaligentreffen verabreden.

Und wer gekommen ist und
  • den ehemaligen Mitschülern/innen, die gekommen sind oder die nicht da waren, etwas mitteilen will
  • uns Rückmeldungen zum Ehemaligentreffen geben will,
oder wer nicht kommen konnte,
  • aber mit früheren Klassenkameraden Kontakt aufnehmen oder
  • die eigenen Erinnerungen an unsere Schule mitteilen möchte,
kann das sehr gut über unser Gästebuch tun. Wir würden uns darüber freuen!
Bis dann – spätestens – im Jahre 2012!
Jürgen Friedrich, 29.11.2010