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Bericht über den irisch-deutschen Austausch 18.02.2011 – 25.02.2011

Mein Name ist Saskia, besuche die 10. Klasse der Städtischen Gesamtschule Bockmühle in Essen und berichte über den zweiten Teil der irisch-deutschen Begegnung.

Der zweite Teil des irisch-deutschen Austausches ist nun leider auch vorbei und ich möchte euch ein wenig erzählen, was ich während des Austausches erlebt  und wie ich es empfunden habe.
Am 18.02.2011 haben wir (16 Schülerinnen und Schüler: Niklas, Saliha, Eva, Maurice, Pascal, Carolina, Valerie, Annika, Fabian, Saskia, Sanel, Timo, Roza, Kimberly und Maurice und unsere Betreuer: Eileen, Jonas, Uli Schneider und Frau Bier) uns auf den Weg nach Hattingen in die JuBi-Welper gemacht. In der Jugendbildungsstätte angekommen, haben wir unser selbst gestaltetes Plakat am Haus befestigt, die Betten der irischen Freunde bezogen und selbst gestaltete Willkommenskarten auf die Betten gelegt. Wir waren ganz schön nervös und warteten gespannt auf den Bus, der die irischen Freunde und unseren Dolmetscher Thomas vom Flughafen Düsseldorf nach Hattingen bringen sollte.
Endlich war es so weit: Wir hörten den Bus, schrieen vor Begeisterung und Freude, liefen dem Bus entgegen und schlossen die Jugendlichen unter Freudentränen in unsere Arme. Das war einer der schönsten Momente im zweiten Teil des Austausches. Schon am ersten Abend haben wir gemeinsam im Foyer der JuBi gesessen, „connect four“ gespielt, den irischen Freunden das Haus gezeigt und viel miteinander geredet.
In den nächsten Tagen haben wir in Kleingruppen in mehreren „Workshop“-Einheiten  zum Thema „Rassismus“ mit verschiedenen Methoden (Theater, Musik, Medien und Kunst) gearbeitet. Die Ergebnisse wurden am letzten Tag präsentiert. An einem anderen Tag hat „General Snipe“- ein professioneller Rapper, mit uns einen „Hiphop-Workshop“ durchgeführt, dessen Ergebnisse in einer „Battle-Präsentation“ vorgestellt wurden. Am Montag, 21.02.2011, sind wir mit öffentlichen Nahverkehr zur Schule nach Essen gefahren. Die irischen Jugendlichen waren von der Größe der Schule und der Anzahl der verschiedenen Nationalitäten tief beeindruckt und natürlich vom leckerem Essen im Schülerlokal, in dem Schüler unter Anleitung für Schüler kochen.
Wir haben den Iren außer der Schule auch unser Zuhause gezeigt und der Tag endete nach einer „Shopping-Session“ mit gemeinsamem Bowlen – ein toller Tag. Die Discos waren auch sehr schön, vor allem die „Goodbye Party“. Sie war sehr emotional und sogar die Jungs hatten keine Hemmungen und haben geweint, das fand ich sehr gut.
Aber gerade die kleinen Momente, wie z.B. gemeinsam Musik hören, sich unterhalten, Tischtennis und Kicker spielen, Nachtwanderungen, gemeinsames Nightsupper um 22.15 Uhr im Foyer, „Singsongs“ mit Gitarrenklängen, usw. haben diesen Teil des Austausches zu etwas ganz Besonderem gemacht. Wir konnten mit den irischen Jugendlichen zusammen lachen und weinen, streiten und uns wieder vertragen. Wir sind in diesem Teil miteinander umgegangen wie in einer kleinen Familie. Es war sehr schön, dass wir uns am Morgen immer alle sehr herzlich begrüßt und uns am Abend alle wieder in den Arm genommen haben, bevor wir  auf unsere Zimmer mussten. Ich habe jede einzelne Sekunde mit den Iren genossen.
Es war keine schöne Zeit. Nein, diese Zeit war auch nicht wundervoll, diese Zeit war eine der besten Zeit in meinem Leben, es war einer der unvorstellbarsten Erfahrung, die ich machen durfte. Obwohl ich nach der Anmeldung dachte „ OK!!“ , ich mache beim irisch-deutschen Austausch mit, mal sehen, wie es so wird. Doch meine Erwartungen wurden absolut übertroffen, denn die  irischen Jugendlichen leben anders als wir hier in Deutschland, aber trotz aller Unterschiede sind wir in kurzer Zeit zu Freunden geworden und ich habe sie als wertvolle Menschen schätzen und lieben gelernt. In den zwei Wochen (1. und 2. Teil) habe ich so viele Erfahrungen gesammelt, die mir niemand mehr nehmen kann. Vor allem nicht diese Erinnerungen, die mich für immer begleiten werden. Später werde ich noch meinen Kindern und Enkelkindern davon erzählen, und wenn diese jemals an  einem Schüleraustausch teilnehmen möchten, würde ich niemals zögern und dem sofort zustimmen. Ich finde, diese Zeit hat alle Teilnehmer geprägt. So eine Erfahrung würde ich mir niemals entgehen lassen, wenn ich noch  einmal die Chance hätte an einem Austausch teilzunehmen.

So, nun noch ein paar Worte über die irischen und deutschen Betreuerinnen und Betreuer: Sie waren klasse, haben uns so viel ermöglicht, uns unterstützt und begleitet. Danke an Eric, Paddy, Elaine, Rebecca, Frances, Fergus, Frau Bier, Uli Schneider, Jonas, Eileen und unseren Dolmetscher Thomas! Ihr wart ein echt super Team und weiterzuempfehlen! Und zu guter Letzt bedanken wir uns bei der Europäischen Union, vertreten durch die deutsche Agentur " Jugend für Europa ", und der Jugendbildungsstätte JuBi Welper,  ohne die der Austausch nicht stattgefunden hätte. Außerdem bedanken wir uns bei der Fotogruppe der Willi-Michels-Bildungsstätte, die uns einige der gezeigten Fotos zur Verfügung gestellt hat.
The best times of our life  „22.10.-29.10.2010  and 18.02.-25.02.2011“
Saskia Rauch,, Klasse 10