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Ein Oskar-Jahrgang macht Abitur - die Abiturfeier 2011 Nicht jedes Abiturzeugnis, das am 3.Juli in den Festräumen des „Paleis“ überreicht wurde, war unbedingt einen „Oskar“ wert, wenn man das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs „The Abi-Oscar goes to ...“ ernst nehmen würde; dennoch gab es eine Reihe oskarreife Notendurchschnitte, vor allem aber die Leistung der Schule, ihrer Lehrer/innen und Schüler/innen zu feiern, dass in diesem Jahr eine recht große Zahl das lang ersehnte und (manchmal mehr, manchmal minder) hart erkämpfte Abiturzeugnis von unserem Schulleiter Herrn Prepens und dem Oberstufenleiter Herrn Achtelik überreicht bekam. Dabei machten beide u.a. durch Buchgeschenke deutlich, dass in diesem Jahrgang sich eine Reihe der Schüler/innen sich sehr für unsere Schule engagiert hatten: u.a. in der Schülervertretung, als Sporthelfer/innen, im Schulorchester, in Arbeitskreisen und Europaprojekten. Yonca Yildiz, Florentina Gashi und andere Abiturienten betonten in ihren Dankesreden, dass sie der Schulleitung und den Fachlehrern/innen für die Unterstützung auf diesem Wege sehr dankbar sind. Schultüten bekommt man ja eher geschenkt, wenn man eine Schullaufbahn beginnt – aber die Abiturienten bedankten sich in diesem Jahr bei den Lehrkräften, indem sie alle eine solche voller Süßigkeiten überreicht bekamen, vielleicht weil sie im kommenden Jahr mit einem neuen 11. Jahrgang in die Oberstufenlaufbahn einsteigen und dann hin und wieder süße „Nervennahrung“ brauchen werden... Um sich selbst gegenseitig im Gedächtnis zu behalten, war ein Erinnerungsalbum mit den Steckbriefen aller Schüler/innen entstanden, das (leider nur) an die Abiturienten/innen verteilt wurde. Um abzusichern, dass der eigene Jahrgang eine ewige Erinnerungen an unserer Schule bleibe, fanden alle Lehrer/innen ein Gruppenfoto des 13. Jahrgangs in ihrer Schultüte und Ana Malinowski und Yonca Yildiz überreichten dem Schulleiter Herrn Prepens eine metallene Gedenktafel mit den Namen der Abiturienten mit der Bitte, diese doch an prominenter Stelle in der Schule aufzuhängen. Nachdem eine Abiturfesttagstorte feierlich in den Saal gerollt und vom Schulleiter angeschnitten worden war, stellten sich Abiturienten und ihre Lehrer/innen einem letzten gemeinsamen Foto, und dann konnte zum leckeren Büffet und zum Tanzen übergegangen werden... J. Friedrich, 10.07.2011 |
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Und hier noch einmal die Gewinner: Die Abiturientinnen und Abiturienten 2011 der Gesamtschule Bockmühle |
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Abdulhameed, Hiba Abdulkareem Akdogan, Volkan Altay, Suzan Al-Hamad, Abdallah Arslan, Tugba Diederich, Jessica El Kassimi, Meriam Essomé, Som Sebastian Everts, Natalie Gashi, Florentina Gondolf, Lina Veronika Güden, Hayrettin Hamann, Ramona Harb, Mouna Hayati, Sadaf Iqbal, Ahtsham Jaroschek, Oliver Kaczmarczyk, Margaret Kamalodi, Patrick Garcia Kaya, Bünyamin Kilic, Melek Klasen, Patrick Kowalski, Damian Kowitz, Chantal Kuhlmann, Marius Leick, Marcel |
Lichter, Jennifer Löhrmann, Dennis Malinowski, Ana Isabel Mainka, Sebastian Mathias, Nicole Merchel, Pia Njimapie, Henry Nolte, Christopher Oduro, Andre Pohl, Oliver Reinhold, Nadine Röder, Marvin Schlömer, Stefan Schöpper, Rafael Sommerfeld, Julia Taleb, Rana Teka, Lydie Valenta, Pasquale Vassilenko, Julia Vladi, Albulena Yavuz, Derya Yildiz, Yonca Zhang, Binbin Ziehm, Philipp Zokoll, Marcel |
Rede des Schulleiters Herrn Prepens auf der Entlassfeier der Abiturienten/innen am 3.7.2011 Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, ihr- die Abiturientinnen und Abiturienten- kommt zum Schluss, weil ihr in den letzten Wochen so häufig die erste Geige gespielt habt - eine gute erste Geige. Und um euch gleich noch ein bisschen mehr aufzuwerten: nicht jeder erste Geiger ist ein guter - mancher ist auch bloß eine Pfeife und ich höre jetzt einen mir bekannten Orchesterleiter sagen - nur deshalb Geiger, weil es für einen Bläser nicht gereicht hat. Um auf euch als gute erste Geigen zurückzukommen: Ihr habt wirklich aufhorchen lassen - eure Mitschüler/innen in den letzten Tagen und Wochen durch die Ankündigungen am Vertretungsbrett, dass die 8. und 9. Stunde entfallen oder die 7. bis 9., weil Abiturprüfungen eben Prüfer bedingen, viele Prüfungen viele Prüfer , die dann - je nach Sichtweise- leider oder Gottseidank für Unterricht nicht zur Verfügung stehen - eure Mitschüler/innen im 6. Jahrgang durch eine bewusst wahrgenommene Vorbildfunktion. Belegen möchte ich das durch ein zufällig aufgeschnapptes Zitat eines frühreifen Sechstklässlers, der während der Motto-Tage versonnen einer breitschultrigen langbeinigen Schönen männlichen Geschlechts in Netzstrümpfen nachschauend einem staunenden Kumpel aus seiner Klasse mitteilte:" Ich mach auch mal Abitur." - Und ihr habt Mitschüler und Lehrer aufhorchen lassen mit den schon genannten Motto-Tagen und dem Abi-Gag, der in seinem ganzen Ablauf das Auf- den- Arm- nehmen und das In-den-Arm-nehmen gleichberechtigt nebeneinander stellte. Und ihr habt aufhorchen lassen, durch die Geschenke, die ihr verteilt habt. Ihr habt eine Oscar-Verleihung vorgenommen. Die Schule hat schon mehrere Abschiedsgeschenke von Abiturjahrgängen bekommen,
Die mit der Kloschüssel hatten aus einem unberechtigten Überlegenheitsgefühl heraus drastisch mitteilen wollen, welches Verhältnis sie zu ihrer Schule haben, und dabei vergessen, dass nicht die Kloschüssel den Mist produziert. Die mit dem Knochen hatten registriert, dass die Schule ihnen einiges gegeben hatte - sich zu mühen, zu kauen, auch zu schlucken - aber Nahrhaftes in jedem Fall. Und jetzt der Oscar. Wie ist der zu bewerten? Haben wir den - so oder so- verdient? Zunächst mal ist der Preis- also der Oscar- einer für Filmschaffende. Das würde für die Bockmühle zutreffen. Da ist vieles filmreif, drehen die Stars auch die Stuntszenen und gar nicht so selten kann ich in meinem Büro mit Fenster zum Innenhof den Ruf eines Lehrers hören: "Ich glaub', ich bin im falschen Film". Auch ein falscher Film ist ein Film. Voraussetzung für die Zulassung eines Films zur Oscar-Verleihung ist, dass ein Film im Vorjahr der Verleihung an mindestens sieben Tagen in der Umgebung des Verleihungsortes gegen Entgelt gelaufen ist. Das mit den sieben Tagen schaffen wir locker, da bringen wir schon neun Jahre. Manche, die während wichtiger Filmszenen auf der Toilette waren, gucken zeitversetzt sogar 10 oder 11 Jahre. Also - wie gesagt- diese Bedingung erfüllen wir locker. Das mit dem Entgelt ist zugegebenermaßen etwas schwieriger. Im Kino "Schule" muss man ja nicht zahlen, wenn man rein will - ins Kino, sondern wenn man nicht rein geht, aber das immerhin. Im deutschen Kino "Schule" ist Gucken ja Pflicht, nur Anpacken, Cola und Chips sind verboten, jedenfalls während der Vorführungen. Und bestraft wird, wer dem Gucken fernbleibt. Wenn der Satz noch gilt, dass man vielleicht in dem Kino "Schule" lernt, aber nicht für die Schule, sondern für den gelungenen Auftritt im nächsten Film - im Film "Das Leben", dann ist die Schule schon eine gute Vorbereitung dafür. Man lernt zuzukucken ohne anzupacken. Der Caritas-Spruch " Not sehen und handeln" wird abgewandelt in "Not sehen und die Ruhe bewahren." Da lernt man in dem Kino "Schule" z.B. , wie man sich vermehrt, darf aber nicht üben. Man lernt auch, wie man üben kann, ohne sich zu vermehren, soll aber auch das nicht üben. Und wenn dann ein Kinobesucher völlig verwundert fragt:" Was guckst du?", dann kannst du sagen :"Zu, ich gucke zu.“ Und ich lerne , mit Widersprüchen zu leben. Gefragt ist ja nicht nur Fachkompetenz, sondern auch soziale. Man sollte können, was man tut (Fachkompetenz), aber man sollte nicht immer alles tun, was man kann. Manchmal ist das Sozialkompetenz. Und damit sind wir dann im nächsten Film - im Film "Das Leben". Der findet nicht im Kino statt, sondern draußen - überall. Wir können ihn aber drinnen gucken, um sieben Uhr in "Heute" oder um acht Uhr in der "Tagesschau". Und weil der Film so grausam ist, sind Anpacken, Cola und Chips während des Films erlaubt. Zum Inhalt , zu einem Inhalt: Der gemeine Grieche ist pleite. Der gute Banker leiht ihm Geld - aber nur, wenn der gemeine Grieche höhere Zinsen zahlt als üblich. Da der gemeine Grieche aber überhaupt nicht zahlen kann, braucht er Bürgen. Bürgen sind Freunde, die glauben, dass sie noch Geld haben. Um als Bürge tätig werden zu können, leihen sie sich Geld bei dem guten Banker. Der gewährt einen Kredit zu üblichen Zinsen. Mit dem Kredit zu den üblichen Zinsen finanziert jetzt der Bürge die überhöhten Zinsen, die der gemeine Grieche nicht zahlen kann, aber soll, weil er kein Geld hat. Mit der Forderung an den gemeinen Griechen, das Geld , das er nicht hat, an den guten Banker zurückzuzahlen, wird der Bürge zum gemeinen Bürgen. Am Ende des Films überlegt der gute Banker, ob er es noch verantworten kann, dem gemeinen Bürgen, der glaubt, dass er noch Geld hat, und Kredite aufnimmt, um bürgen zu können, Kredite zu den üblichen Zinsen überlassen zu können. Das ist großes Kino. In den Hauptrollen Herr Papandreou als gemeiner Grieche, Herr Ackermann als guter Banker, Frau Merkel als guter Freund und später gemeiner Bürge. In anderen europäischen Staaten wird der Film in anderer Besetzung gezeigt. Gut, dass wir gelernt haben, mit Widersprüchen zu leben, zuzugucken und aktiv Ruhe zu bewahren und nicht zu tun, was wir am liebsten könnten - Gut für die Ruhe. Und deshalb trägt der Film auch das Prädikat "Besonders wertvoll", weil wir das, was wir in der Schule gelernt haben, anwenden können - Zugucken. Der Film "Das Leben" ist eigentlich ab 18, Wobei das auch nicht ganz stimmt - die Hauptrollen sind ab 18. Für die Statisterie gilt keine Altersbeschränkung. Da dürfen/müssen alle mitmachen, auch Schülergruppen dürfen mitmachen - alle. Nicht kostenfrei , aber kostenlos - wie gesagt, nur wer nicht mitmacht, muss zahlen. Wenn jetzt jemand aufstünde und sagte:" Lassen Sie den Sarkasmus! Wobei bleibt denn das Positive? Junge Menschen brauchen eine Perspektive für das Leben und keine Warnung davor!", dann kann ich den beruhigen. Damit fahre ich jetzt fort - mit dem Positiven. Ich wollte nur nachweisen, dass die Oscar-Verleihung an die Schule - also die Schule an sich - in Ordnung geht. Der Oscar wird in unterschiedlichen Kategorien verliehen, für unterschiedliche Leistungen oder Erfolge. Ich würde den Oscar für unsere Schule gerne annehmen, wenn er dafür verliehen worden ist,
Ihr merkt, wir setzen auch Euch - und darauf, dass außerhalb des Kinos Bockmühle nicht falsch sein kann, was im Kino geholfen hat. Geht mit dieser Gewissheit in den nächsten Film, den ihr mitgestalten solltet und nicht als Beilage zu Cola und Chips konsumieren. Letzte dienstliche Weisung von schulischer Seite: Ich bitte um vollständiges Erscheinen am Freitagabend vor dem 1. Advent 2012 - mit Berichtsheft . Da ist nämlich Ehemaligentreffen. Und das seid ihr ab jetzt - Ehemalige Zum Schluss möchte ich sehr herzlich allen danken, die euch daran gehindert haben, schon früher Ehemalige zu werden, Euren Lehrerinnen und Lehrern in der SI, den Platzanweisern im Kino Bockmühle sozusagen ,und natürlich ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen, die euch durch die SII betreut, getragen, geschoben, beraten, geleitet, verwaltet, verfolgt, getriezt oder einfach auch nur unterrichtet haben. Und ganz zum Schluss noch mal an euch : Vorhang hoch und Glück auf. |
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Rede von Herrn Achtelik - Abitur 2011 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, in dieser Woche sind die letzten Entscheidungen im Abitur 2011 gefallen, so dass wir heute die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife ausgeben können. Leider konnte das Schulministerium auch in diesem Jahr Pannen im Zentralabitur nicht ganz vermeiden. Einige Schülerinnen und Schüler durften ihre Klausur in Mathematik noch einmal schreiben – übrigens ohne dass sie vorher erfahren konnten, ob sie überhaupt von dem Fehler in der Aufgabenstellung negativ betroffen waren. Von den 58 Schülerinnen und Schülern, welche die Zulassung zur Abiturprüfung erhalten hatten, bestanden 53, eine Schülerin verlässt mit der Fachhochschulreife, schulischer Teil, die Oberstufe, vier Schülerinnen und Schüler werden die Jahrgangsstufe 13 wiederholen. Ihr, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, habt es geschafft, wie ich nicht ohne Genugtuung feststellen kann. Wie sehr Eure Leistung auch anderen Ortes gewürdigt wird, erfuhr ich erst neulich. Unsere schulfachliche Dezernentin bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Frau Fasselt, fragte mich bei ihrem letzten Aufenthalt in der Gesamtschule Bockmühle beiläufig, wie viele Schülerinnen und Schüler im Abitur seien. Auf meine Zahlenangabe „58“ antwortete sie spontan: „Alle Achtung, und von denen haben doch bestimmt die wenigsten eine Empfehlung fürs Gymnasium gehabt.“ Und so ist es, die weitaus meisten von Euch haben eine Leistung vollbracht die ihnen so gar nicht zugetraut worden war. Ich glaube, das verdient Hochachtung. Ich glaube auch, dass für viele von Euch eine Durchschnittsnote von zum Beispiel 3,4 mehr Anstrengung gekostet hat als für andere ein 2er-Schnitt. Auch dafür: meine Hochachtung. Ich stelle also fest, dass Ihr, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, viel gelernt habt in der Schule. Andererseits muss ich zugeben: Auch ich habe viel von Euch gelernt,
Außer Euch verabschiede ich heute auch Herrn Ziegler, der Euch drei Jahre als Beratungslehrer begleitet hat, aus seiner Funktion. Danke, Markus, für Deine Arbeit, Dank auch an die Beratungslehrerin, Frau Kosanetzky, und an die Lehrerinnen und Lehrer, die Euch in ihren Kursen durch die Oberstufe geführt haben, danke auch an Dich, Klaus Prepens, den wohlwollenden Schulleiter. Und nun: alles Gute für Euch, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, macht was aus Euch, viel Glück und Erfolg dabei. |

