Unbenanntes Dokument
Bericht über den irisch-deutschen Austausch 22.10. – 29.10.2010

Mein Name ist Saskia und ich besuche die Städtische Gesamtschule Bockmühle in Essen. Die Schule hat es 16 Schülerinnen und Schülern ermöglicht an dem irisch-deutschen Austausch teilzunehmen. Ich erzähle euch nun ein paar Begebenheiten über diesen wundervollen Austausch.
So nervös wie ich vor dem Flug war, war ich noch nie in meinem Leben, weil ich mir darüber Gedanken gemacht habe, wie es wohl sein wird, acht Tage mit den irischen Jugendlichen und meinen Mitschülerinnen und Mitschülern aus verschiedenen Klassen des 10. Jahrgangs in einer gemeinsamen Unterkunft ( nicht in Gastfamilien) zu verbringen.
Nach 1 Stunde und 20 Minuten Flug sind wir wohlbehalten auf dem Flughafen in Dublin gelandet und in mehreren Kleinbussen mit gemischt nationaler Besetzung Richtung Nordirland und der Unterkunft Glebe House (nahe dem Meer – ca. 10 Minuten Fußweg) gefahren. Während der mehrstündigen Busfahrt hatten wir Gelegenheit, die Jugendlichen ein wenig kennen zu lernen.
In den acht Tagen haben wir gemeinsam so viel gelacht, haben uns so gut verstanden und uns so wohl gefühlt, dass ich verwundert war, dass einem zuvor fremde Menschen in so kurzer Zeit so schnell ans Herz wachsen können, obwohl ich auch meine Freunde und Familie zu Hause total vermisst habe.
Ich hätte die irischen Freunde am liebsten am letzten Tag mit nach Hause genommen, denn in den acht Tagen sind wir als Gruppe wie eine Familie zusammengewachsen.
Das Zusammenwachsen lag zum Teil auch an dem durchgeführten Programm. Morgens starteten wir immer mit einem „warm up“, der Besprechung des Tagesplans, und einem Austausch in den jeweiligen Nationalgruppen. Aber dann ging es mit Volldampf weiter: Workshop-Einheiten zum Thema „Fremdsein“ mit verschiedenen Methoden (Musik, Schauspiel, Medien und Kunst) und einer Präsentation der Ergebnisse, spielten Gesellschaftsspiele , wie z.B. „connect four“, Jenga , sprangen Seilchen, machten Strandspaziergänge, machten abends „singsong“ sessions, Nachtwanderungen zum Meer, Discos, „funny games“, besuchten die Hauptstadt Nordirlands Belfast und fuhren an einem Tag nach Dublin. Hier nahmen uns die irischen Jugendlichen nach einem offiziellen Empfang  mit einer Abgeordneten mit nach Hause und zeigten uns, wie Jugendliche in Irland leben – eine tolle Erfahrung.
Ich konnte mit den irischen und unseren Jugendlichen lachen und weinen. Wir haben uns auch mal gestritten, aber den Konflikt anschließend immer wieder gelöst.
Ich habe gemerkt, wie wichtig mir Menschen auch nur nach einer kurzen gemeinsamen Zeit werden können, und habe sie nach dem Austausch richtig, richtig doll vermisst. Die Jugendlichen werden immer meine  „außergewöhnlichen ", lieben Freunde aus Irland bleiben, denn wir haben in den acht Tagen gelernt, wie aus Fremden Freunde werden können.

Ich bin auch der deutschen Gruppe (Niklas, Saliha, Eva, Maurice, Pascal, Carolina, Valerie, Annika, Fabian, Saskia, Sanel, Timo, Roza, Kimberly und Maurice) sehr dankbar für die schöne Zeit und freue mich riesig auf den zweiten  Austausch im Februar 2011.

Außerdem möchte ich mich bei unseren  Betreuern  Frau Bier, Uli Schneider, Jonas und Eileen ganz herzlich bedanken, die uns diese Zeit ermöglicht haben.
Saskia Rauch,  Klasse 10