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Unsere Studienfahrt nach Tulfes in Österreich Schon die 10-stündige Busfahrt war ein Abenteuer und bescherte so manchem ein eingeschlafenes Bein. Die meisten Schüler schliefen, um Zeit zu schinden. Als die Schüler die Gardinen des Busses allmählich öffneten, offenbarte sich eine zauberhafte Landschaft: Berge, Flüsse und kleine Häuser, die die Landschaft schmücken. Beim Aussteigen bemerkte jeder die frische Luft. Als wir den Bus geleert und unsere Zimmer bezogen hatten, lag erst einmal Enttäuschung in den Gesichtern der Schüler: Die Jugendherberge war zwar sehr praktisch, aber ohne Liebe eingerichtet. Die Schüler waren aber positiv eingestellt, so dass alle das Beste daraus machten. Der erste Abend verlief sehr ruhig, wir erforschten den Weg zum Lift, sodass jeder schon mal wusste, wo es langgeht. Als wir wieder im Haus waren, beschäftigte sich jeder Individuell,einige spielten Karten, andere hörten Musik oder schliefen. An den weiteren Tagen gab es einen geregelten Ablauf: Um 8 Uhr gab es Frühstück, um 9 Uhr ging zum Lift. So manche Schüler mussten ihre Angst besiegen, als sie auf den Lift stiegen. Doch nach einigen Tagen hatte sich jeder daran gewöhnt. Zunächst wurden wir von Herr Ziegler und einem Ski-Lehrer eingeführt und an den Schnee und die Skier gewöhnt. Es gab zwei Pisten, die wir befahren durften, die „Baby-Piste“ und die „rote Piste“. Zunächst mussten alle die Baby-Piste hinunter fahren, denn das war schon nicht ganz einfach. So mancher war sehr wackelig auf den Beinen, aber nach einigen Durchgängen hatte es fast jeder drauf. Die Fortgeschrittenen durften dann auf die rote Piste, während die anderen fleißig weiterübten. Oben angekommen in 2000m Höhe offenbarte sich uns ein wundervolles Bild. Die Bergspitzen ragten aus einer Wolkendecke heraus und wir waren über den Wolken. Das Fahren auf dieser Piste war ein Abenteuer, da diese sehr steil ist und man sie noch nicht kannte und erst erkunden musste. Der Schneesturm und der Nebel erleichterten die Abfahrt nicht, aber es machte umso mehr Spaß, denn man kam an seine eigenen Grenzen. Die Piste wieder hoch kamen wir mit Schlepp-Ankern, an denen wir uns hochziehen ließen. Um 12 Uhr mittags legten wir immer eine kleine Pause ein und stärkten uns in dem Restaurant, eine Hütte auf dem Berg. Die weiteren Tage verliefen ähnlich, immer mehr Schüler durften auf die rote Piste. Die nächsten Tage war das Wetter super, sodass kein Nebel und Schnee die Abfahrt behinderte. Den letzen Tag vor der Abreise war es leider am Regnen und den Schnee, der auf der Piste lag, nannte man „Fußbrecherschnee“, sodass sich so mancher überlegte, den Tag lieber in der Jugendherberge zu verbringen. Manche fuhren auch mit dem Bus in die Stadt Innsbruck, um dort ein bisschen zu shoppen, oder einfach, um ein bisschen mehr von Österreich zu sehen. Donnerstags abends trugen wir dann unsere Referate vor; es war ja eine Studienfahrt, deswegen kam man nicht darum herum. Aber die Stimmung war ganz locker und die Schüler waren in ihren Referaten sehr kreativ, es wurde gelacht und gesungen, aber natürlich wurden auch wichtige Informationen über das Skifahren und die Piste übermittelt. Der Tag der Abreise verlief sehr geregelt. Die Zimmer wurden rechtzeitig verlassen und die Koffer wurden schnell in den Bus gepackt. Die meisten schliefen auf der Busfahrt, denn die Tage in Österreich waren schön, aber auch körperlich anstrengend. So vergingen die 10 Stunden Busfahrt wie im Flug und, in Essen angekommen, konnten alle wieder ihre Familie und Freunde in die Arme schließen. Meriam El Kassimi Steile Abfahrt in Österreich Am 08.01.2011 um 6 Uhr ging die Fahrt los, alle standen mit Sack und Pack mit voller Erwartung am Bus. Nach 10 langen Stunden kamen wir am Zielort an und beschlagnahmten die Zimmer. Nachdem wir es uns in unseren Zimmern gemütlich gemacht hatten, gab es ein hervorragendes Vier-Gänge-Menü. Nach kurzen Instruktionen wurden wir für den Rest des Abends entlassen. Als wir kurz überlegten, wie die Abendplanung aussehen sollte, war für die meisten klar: Zähne putzen, Schlafanzug an und ab ins Bett ;). So in der Theorie, aber die Wirklichkeit war anders, in den Zimmern wurde gelacht, gequatscht und bei manchen wurde noch Fernsehen geguckt. Den ersten Morgen konnte niemand abwarten, denn es ging auf die Piste. In Skianzug und allem, was dazu gehört, liefen wir zum Skiverleih, wo es Skier, Stöcke und Co. für jeden von uns gab. Und rauf auf den Berg. Die ersten Versuche fielen manchen schwer. Doch nach kurzer Zeit schaffte jeder von uns eine Abfahrt auf dem Übungsberg für Kinder. Um 12 Uhr stärkten wir uns bei einer kleinen Pause, die neue Lebensgeister weckte. Kurz danach wollten alle wieder den Berg runterfahren und wieder rauf und wieder runter und wieder rauf... Um 16 Uhr fuhren wir mit dem letzten Lift ins Tal, wo sich jeder auf eine heiße Dusche freute. Aber auch das war mit Schwierigkeiten verbunden, denn es gab nur eine Dusche pro Zimmer und jeder wollte der erste sein. Der Rest des Abends gestaltete sich als Abendessen und eine Fahrt nach Innsbruck. Obwohl dort die Geschäfte zu waren, war dort die Skyline sehr ansehnlich. Die nächsten Tage liefen im gleichen Schema ab, mit allem Drum und Dran auf den Berg, nach einen paar Stunden wieder zurück, duschen, Abendessen, und es wurden zum ersten Mal Uno-Turniere veranstaltet. Diese hatten einige Strafen nach sich gezogen, was bedeutete, dass man geschminkt zum Frühstück erscheinen musste, im Stehen frühstückte und im Flur schlafen sollte. Am 11.01.2011 ereignete sich ein tragisches Unglück. Ein Schüler stürzte unglücklich und so mussten alle die Piste verlassen. Der besagte Schüler musste ins Krankenhaus, während sich die anderen in Innsbruck oder im Haus amüsierten. Den Tag darauf trauten sich nur vier Leute auf die Piste, denn es hatte geregnet, doch die Zuhausegebliebenen bereiteten einen Vortrag über das Thema Skifahren und alles, was dazu gehört, vor. Die Skifahrer von jenem Morgen gaben schnell auf, als sie merkten, dass der Schnee nur noch Eis war. Daraufhin fuhren viele erneut nach Innsbruck und einige blieben wieder einmal zuhause. Abends nach dem Abendbrot hörten wir uns die Vorträge an, einige von ihnen waren sehr lustig, andere kreativ und wieder andere brachten unsere Lehrer ein wenig ins Schwitzen. Aber obwohl alle nach Hause wollten, wollte doch keiner nach Hause. Am letzten Morgen wurden die letzten Sachen im Koffer verstaut und die Zimmer geräumt. Nach der kurzen Packphase versammelten sich alle im Speisesaal und schauten Fernsehen, um die Wartezeit auf den Bus zu verkürzen. Der Bus fuhr vor, alle stürmten raus, stellten ihre Koffer vor den Bus und suchten sich einen Platz. Da andere Schüler aus Bonn schon breit verteilt im Bus saßen, mussten die Plätze umarrangiert werden. Auf der Rückfahrt schliefen die meisten die ersten Stunden, bis wir bei Mc Donalds hielten. Es wurde immer später und unsere Geduld wurde auf die Probe gestellt, aber dann nach 10 Stunden wurden wir von unseren Liebsten empfangen und in die Arme geschlossen. Jetzt hatten wir zwar viel zu erzählen, aber wir wünschten uns zurück nach Tulfes. Natalie Everts und Nicole Mathias |
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