| Die Klasse 10B besucht des Kruppgürtel-Gelände
Die Schüler/innen der Klasse 10B berichten hier von ihren Eindrücken dieses Baustellenbesuchs, den wir im Gesellschaftslehre-Unterricht zum Thema „Strukturwandel des Rührgebiets“ vorbereitet hatten. Wir bedanken uns bei Herrn Berthold Weber, der uns an diesem Tag sach- und geschichtskundig, aber auch humorvoll und interessant erzählend durch das Informationszentrum und über die Baustelle geführt hat. Und manche Schüler/innen, die in Altendorf in der Nähe dieses Mammutprojekts wohnen, waren doch erstaunt, dass sie demnächst aus ihren Fenstern auf eine ganz neue Park- und Häuserlandschaft blicken werden. Und sie waren ein wenig stolz, als erste Besucher über den Bertold-Beitz-Boulevard gebummelt zu sein.
Jürgen Friedrich
So haben wir uns auf den Besuch vorbereitet:
Wir haben im Unterricht mehrere Arbeitsblätter mit Informationen über den Krupp-Gürtel und über die Firma Krupp von unserm Lehrer Herrn Friedrich bekommen. Auf diesen Blättern waren jede Menge Fragen zu finden, die wir mit Hilfe von Texten oder auch mit Hilfe des Internets bearbeitet haben. Wir haben uns damit beschäftigt, wie die Firma Krupp entstanden ist, wieso sie im Zweiten Weltkrieg für Deutschland so wichtig war, was heute auf den Krupp Gelände in Essen jetzt steht und was in paar Jahren auf den Kruppgelände entstehen wird .
Merveille Kalala
Wir haben im Gesellschaftslehre-Unterricht das Thema Krupp durchgenommen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir auch mal das Krupp-Gelände besuchen möchten, denn dadurch können wir uns ein besseres Bild zu unserem Thema machen. So haben wir uns vorgenommen am 23.04.2008 das Krupp-Gelände zu besuchen und uns auf eine Führung einzulassen.
Ramona Kallpke
Die Klasse 10B der Gesamtschule Bockmühle machte sich am Mittwoch, den 23.04.08, zum Besuch des Kruppgürtel-Gelände auf, um mehr über das Bauvorhaben und die Geschichte von früher zu erfahren.
Die Schüler und Schülerinnen hatten sich für den Tag vorher mit dem Lehrer (Herr Friedrich) vorbereitet, indem sie sich Fragen aufschrieben und im Internet nachforschten.
Das haben wir erlebt:
Der Tag am Krupp-Gürtel war sehr spannend: Der Mann, der uns geführt hat, hat uns alles erklärt und uns die Fragen beantwortet, die wir ihm gestellt haben.
Das Kruppgelände sah früher ganz anders aus als wir es jetzt sehen: In der Zeit, als Hitler regierte, und früher gab es da Maschinenhallen, Stromkraftwerke, Schießplätze, große Walzstraßen und Werkbahnen.
Das Krupp-Gelände wird jetzt ziemlich groß bebaut, dafür kommt aber auch noch Real weg und alles andere, was zwischen Real und dem Krupp-Gelände liegt.
Auf dem Krupp-Gelände werden Gebäude wie Hotels und Verwaltungshäuser entstehen.
Es kommt da ein großer Park hin, wo auch ein Spielplatz für die kleinen Kinder sein wird. Man kann in dem Park auch viele sportliche Aktivitäten machen, wie Handball auf einem Sportplatz, dann Skaten an der Skaterbahn, Klettern an der Kletteranlage und vieles mehr.
Der Krupp-Park ist gut für Familien geeignet; man kann an Grillplätzen, die da gebaut werden, picknicken. Es wird da auch noch ein großer See mit einem Steg entstehen.
Denise Grees
Der Führer Herr Weber, der uns begeleitete und uns ausführlich aufklärte, erzählte uns sehr viel über die Firma Krupp, von ganz früher bis heute.
Er zeigte uns Bilder von 1926 und 1945. Er erklärte uns das Bild vom Jahre 1945, es wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht und man konnte genau sehen, wie das Kruppgelände damals zerstört worden war. Doch auf dem Kruppgelände mussten auch während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter arbeiten.
Nach einiger Zeit wurde das Krupp-Gelände wieder aufgebaut und man konnte wieder arbeiten, es wurden die Fabriken wieder aufgebaut.
Herr Weber erzählte uns alles ganz genau, was jetzt geplant ist, denn es sollen neue große Straßen aufgebaut werden und ein ganz großer Park für Alt und Jung. In diesem Park wird es Hügel geben, die man besteigen kann und auf denen man sich einfach mal ausruhen kann... Ganz wichtig ist, dass es auch für Behinderte (Rollstuhlfahrer, ältere Leute etc) so geplant ist, dass sie problemlos den Hügel hochfahren oder -laufen können.
Auch Kinderwünsche werden wahr: Ganz viele Kinder wurden befragt, was sie sich am liebsten im Krupp-Park wünschen; ganz klar etwas zum Klettern! Jetzt wird ein ganz großer Spielplatz mit Klettermöglichkeiten gebaut, genau wie ein See zum Entspannen und eine Sportanlage, wo man trainieren kann.
Ramona Kallipke
Am Mittwoch, dem 3.April2008, fuhren wir zum Krupp-Boulevard, der sich noch im Bau befindet. An der Baustelle des Krupp-Gürtels hat uns ein sehr netter Mitarbeiter von Krupp erklärt, wie das Gelände mal aussehen soll und welche Freizeitmöglichkeiten man dort vorfinden wird.
Auf diesem Gelände entstehen:
..................1. ein Skate-Park
..................2. eine Fitnessfläche
..................3. Grillplätze
..................4. ein See
..................5. ein Seilparcours
..................6. Spielplätze
..................7. eine Bühne für Veranstaltungen
Der gesamte Krupp-Gürtel erstreckt sich über eine Strecke von 230 Hektar, auf diesem Gelände sollen ca. 5 Hügel angeschüttet werden, der größte soll direkt an der Altendorfer Straße entstehen.
Niklas Sehrt und Kevin Würzinger
Wir haben an diesem Tag viele Hintergrund-Informationen bekommen. Der Führer erzählte uns über Krupp und seine Arbeit früher und stellte uns nun die Zukunft Krupps vor. Auf Bildern ließ er deutlich werden, wie viel Arbeit der Aufbau des Kruppgürtels ist. Durch diesen Neubau entstehen neue Arbeitsplätze, neue Möglichkeiten sich zu entspannen, und das für Jung und Alt. Es werden so knapp 2000 neue Arbeitsplätze geschaffen, die die Wirtschaft in Essen etwas ankurbeln sollten. Für jeden wird etwas dabei sein, so bestätigte es zumindest der Führer.
Kevin Grabowski
Kritische Fragen:
Es ist eigentlich alles zweifelhaft, was uns erzählt worden ist. Was erhofft sich nur Krupp mit diesem Bauhaben? Warum wird die Linie 109 wieder umgelegt? Sie war früher auf die Altendorfer gelegt worden, weil Krupp nicht wollte, dass sie durch sein Gebiet gebaut war. Wieso interessiert Krupp die Haltestelle Helenenstraße und deren Sicherheit?
Warum verschenkt Krupp soviel Geld an die Stadt? Ich zweifle an der Begeisterung unseres Führers, die er uns vermitteln wollte. Es ist allgemein bekannt, dass Firmen kein Geld nur so verschenken, es steckt eine Absicht hinter. Der Park wird sicherlich Eintritt kosten. Wie sonst würden sie das Geld wieder reinbekommen? Wie sieht es mit der Sicherheit im Park aus? Kann man sich auch nachts in diesem Park aufhalten oder wird dieser Park von Vandalen als Unterschlupf genutzt? Wenn ich all dies den Gruppenführer gefragt hätte, wären wir vor 3 Uhr nicht wieder zurück und er hätte sicherlich auch nicht auf alles eine Antwort gehabt. Er macht halt nur Werbung für Krupps Zuverlässigkeit.
Christian Seysen |