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Individuelle Förderung in Mathematik mit Hilfe von Computerprogrammen

Als ich an einem Schultag im April in den Lesearbeitsraum hineinschaute, bemerkte ich dort Herrn Ziegler mit einer Schülergruppe aus seiner Klasse 6g, die eifrig an den Bildschirmen beschäftigt war. Als ich näher hinsah, bekam ich mit, dass alle an verschiedenen Aufgaben eines Mathematikprogramms arbeiteten. Ich erfuhr, dass diese Klasse an diesem Tag ein Mathematikprojekt veranstaltete: Die Klasse war in drei Gruppen aufgeteilt worden, und gerade diese Gruppe, auf dich ich gestoßen war, gehörte zu denen, die noch nicht  einen leichten Zugang zu dieser Wissenschaft gefunden hatten. Herr Ziegler berichtete, dass alle bisher ganz konzentriert und engagiert mit dem Computer-Lernprogramm gearbeitet hätten; und auch ich hatte den Eindruck, dass eine interessierte Lernstimmung herrschte.

Nach den guten Erfahrungen mit diesem Tag haben die Klassenlehrerin Frau Rudolf und der Klassenlehrer Herr Ziegler vor, möglichst in jedem Monat einen solchen Lernprojekttag in verschiedenen Fächern zu organisieren.

Wenn man länger am Ball bleiben kann und nicht nach einer Unterrichtsstunde wieder aus dem Arbeitsprozess gerissen wird, kann man sich besser auf den Lernstoff einlassen, ihn mehr üben und damit besser verstehen.

Was ich in dieser Klasse beobachten konnte, liegt im Trend unserer Schule: In den Lerngruppen längere Arbeitsperioden zu schaffen, die Anforderungen auf die unterschiedlichen Schüler/innen einzustellen und sie selbständig arbeiten zu lassen.
Jürgen Friedrich


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