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Neue Leitung im Jugendbibliothekszentrum an unserer Schule

Frau Knuth, Sie haben vor einigen Monaten in der Stadtteilbücherei und dem Jugendbibliothekszentrum in unserem Schulgebäude ein neues Wirkungsfeld gefunden. Was hat Sie verlockt, hier die Bibliotheksleitung zu übernehmen?
Nach 12 Jahren in der Jugendbibliothek wollte ich gern noch einmal etwas Neues wagen. Das Jugendbibliothekszentrum Altendorf ist für mich eine der schönsten Zweigstellen der Stadtbibliothek Essen mit moderner Ausstattung und frischem Konzept – das macht den besonderen Reiz für mich aus!

Viele Schüler/innen und junge Leute in unserem Stadtteil gehören nicht zu den ausgesprochenen Leserschichten. Haben Sie Ideen und Pläne, diese mehr in die Bibliothek zu locken bzw. ihnen das Lesen schmackhafter zu machen?
Kinder „in die Bibliothek zu locken“ ist gar nicht so schwierig. Durch den guten Kontakt mit den Schulen im Stadtteil lernen sehr viele Kinder das Jugendbibliothekszentrum im Rahmen einer Klassenführung kennen. Viele nutzen anschließend die Bibliothek regelmäßig. Damit noch mehr Schülerinnen und Schüler das JBZ kennen lernen, möchte ich den Kontakt zu den Altendorfer Schulen gerne weiter intensivieren.
Schwieriger ist es, das Interesse wach zu halten, wenn aus Kindern Jugendliche werden. Das kann nur mit einem Bestand gelingen, der auf ihre Interessen zugeschnitten ist. Deshalb gibt es Im JBZ den Bereich „Freestyle“ extra für Jugendliche. Dieser Bereich muss aber ständig an die wechselnden Interessen angepasst werden, damit er attraktiv bleibt.

Sie bieten ja schon seit einigen Jahren nicht mehr nur noch Bücher und Zeitschriften, sondern auch digitale Medien an. Glauben Sie, dass dadurch auch der Weg in die Büchereien und zu Büchern attraktiver wird?
Ja, Bibliotheken sind auf jeden Fall attraktiver, wenn sie einen vielfältigen Bestand mit allen Medienarten anbieten.

Unsere Schule kooperiert ja schon eng mit Ihrer Bibliothek. Wo würden Sie sich noch eine Intensivierung der Zusammenarbeit wünschen?
Um diese Frage beantworten zu können, möchte ich gerne erst einmal ein komplettes Schuljahr lang miterleben, welche Aktivitäten stattfinden (z. B. Projektwoche, Tag der offenen Tür, Leseprojekt etc.) und wie ausgeprägt die Kooperation bei diesen Aktivitäten schon ist. Erst dann kann ich überblicken, in welchen Bereichen die Kooperation meiner Meinung nach noch sinnvoll ausgeweitet werden kann.

Was wünschen Sie sich und Ihrer Bibliothek für die kommenden Jahre?
Ich wünsche mir, dass die Bibliothek ganz selbstverständlich zum (Schul-)alltag dazugehört, egal ob jemand schnell etwas im Lexikon nachschlagen möchte, eine Schulklasse in der Bibliothek Unterricht hat oder jemand Medien für die Freizeitgestaltung ausleihen möchte.
Und natürlich wünsche ich mir ständig steigende Ausleihzahlen als messbaren Beweis für erfolgreiche Arbeit.

Herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg bei der Arbeit, und uns als Schule erhoffen wir, dass Ihre engagierte Arbeit mit dazu beiträgt, dass Lesemotivation und –fähigkeit bei unseren Schülerinnen und Schülern gefördert wird.
J.Friedrich


Frau Kraft und Frau Knuth