Arbeitsstunden-Fördermodell

Die unterschiedlichen Vorerfahrungen und die damit verbundenen Fähigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen mitbringen, müssen in den weiterführenden Schulen angeglichen werden.

An der Gesamtschule Bockmühle konkretisiert sich dieses Vorhaben für die Klassen 5 und 6 in einem eigenen Arbeitsstundenmodell. Ausgehend von der Erkenntnis, dass viele Schülerinnen und Schüler zunächst weiter schulfähig gemacht werden müssen, wird Sorge getragen, dass zum Beispiel Kinder den Arbeitstag Schule mit einem Frühstück beginnen, ohne das ein konzentriertes Arbeiten gar nicht möglich ist, dass Unterrichtsmaterialien vorhanden sind, dass keine Arbeit ohne Planung funktioniert, dass Rücksicht auf andere ebenso notwendig ist wie Kooperation mit anderen oft hilfreich und einfacher ist. Um diese Verfahren anzulegen, zu festigen, zu ritualisieren und zu sichern beginnt jeder Schultag im 5. Jahrgang mit einer Arbeitsstunde, die die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer bzw. deren oder dessen Vertretung betreut. Nach Möglichkeit wird diese Arbeit durch eine Sozialpädagogin, einen Sozialpädagogen oder die Schulpsychologin ergänzt.

Den Schülerinnen und Schülern ab dem 8. Jahrgang bietet die Schule neben den noch verbindlichen Arbeitsstunden die Möglichkeit, im "Arbeitstreff" Aufgaben zu erledigen und dabei die Hilfe von Fachlehrern in Anspruch zu nehmen. Schülerinnen und Schüler, die trotz der Förderangebote noch Schwierigkeiten haben, ihre Hausaufgabentätigkeit selbst zu organisieren, werden verpflichtet, an Silentien teilzunehmen, wo unter Aufsicht gezielt Aufgaben nachgeholt werden müssen.

Am Ende der Ausbildung der Sekundarstufe I sollen selbständig und eigenverantwortlich lernende Schülerinnen und Schüler stehen.